Erstkommunions-Vorbereitung in Corona-Zeiten
Kreative Lösungen

Mit Maske und in Gruppen. Für die Übergabe der Heiligen Schrift wurden 22 Erstkommunikanten in Forchtenstein in zwei Gruppen separiert. In zwei Gottesdiensten überreichte Pfarrer Thomas Vayalunkal die Kinderbibeln.
  • Mit Maske und in Gruppen. Für die Übergabe der Heiligen Schrift wurden 22 Erstkommunikanten in Forchtenstein in zwei Gruppen separiert. In zwei Gottesdiensten überreichte Pfarrer Thomas Vayalunkal die Kinderbibeln.
  • Foto: Maria Rudrupf
  • hochgeladen von Redaktion martinus

Die Corona-Pandemie stellt Pfarren vor neue Herausforderungen. Eine der drängenden Fragen: Wie werden Kinder auf die Erstkommunion vorbereitet – in Zeiten, in denen Zusammenkünfte nur schwer möglich sind? martinus hat sich im Burgenland umgehört.

Gerald Gossmann

15 Kinder, 7 Tischmütter und zwei Tischväter warten in Wiesen ab. „Wir wollen ja nichts Illegales machen“, sagt Cornelia Kremser, Tischmutter.
Wer sich in den Pfarren des Burgenlandes umhört, erkennt einen Drahtseilakt, den viele Mütter, Religionslehrer, Priester – und vor allem auch Kinder – derzeit zu bewältigen haben. In den Pfarren soll derzeit nicht nur Wissen für die Erstkommunion vermittelt werden – es müssen zuerst einmal kreative Lösungen für all das gefunden werden.

Online-Vorbereitung. Einige hoffen auf wärmere Temperaturen und auf die Verlegung der Vorbereitungsstunden in den Garten. Andere, wie Sandra Weber aus Markt Neuhodis, hat sich vor den Computer gesetzt und ein Videokonferenz-Programm installiert. Seitdem findet die Erstkommunionsvorbereitung via Zoom-Meeting statt. Ihre Erkenntnis: „Man kann die Kerze nicht gemeinsam anzünden“, so die Tischmutter aus dem Südburgenland, „aber das mache dann ich und alle schauen mir über ihre Bildschirme zu.“ Viele kannten die Online-Zusammenkünfte bereits aus der Schule. „Die Kinder konnten Fragen stellen und von sich erzählen. Es war kein großer Unterschied zu den Jahren davor“, erzählt Weber. So soll die Erstkommunion in Markt Neuhodis plangemäß Mitte Mai stattfinden.In Wiesen hat man diese lieber verschoben, um den Kindern „ein Gemeinschaftsgefühl“ zu bieten. Ursprünglich hätte die Erstkommunion am 10. April stattfinden sollen, nun wird diese erst am 3. Juni gefeiert. Es bleibt also Zeit. Cornelia Kremser hat Erfahrung als Tischmutter. „Die Kinder sollen zusammenkommen, da ansonsten viel an Gemeinschaftsgefühl verloren geht“, betont sie. „Meine Tochter erinnert sich gerne an diese Stunden zurück, wo gemeinsam gesungen wurde. Die Kleinen möchten das erleben.“

Vorfreude. Auch in der Pfarre Forchtenstein bemerkt Maria Rudrupf die Sehnsucht nach Gemeinschaft. Die Pfarre habe derzeit sogar einen Vorteil, „die Kinder dürfen nicht zum Fußballtraining, nicht in den Musikunterricht, es gibt keine Vereinstreffen“. Auf den Kinderkreuzweg und die Bibelübergabe freuten sich die Kleinen der Pfarre deshalb „noch mehr als sonst“, erzählt Rudrupf. Drei Vorbereitungsstunden konnten bereits – mit Abstand und Maske – in der Kirche abgehalten werden. Die Erstkommunikanten wurden dabei in Gruppen separiert, damit nicht zu viele aufeinander treffen. Viel Wissen werde derzeit im Religionsunterricht vermittelt, auch Eltern springen ein. Es ist eine ungewohnte Situation für die Tischmütter. Aber: Man ist mittlerweile für Kleinigkeiten dankbar. In Wiesen werden bereits die Ratschen für die Karwoche hergerichtet. Die Kinder freuen sich derweil.

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Redaktion martinus aus Burgenland | martinus

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