Schlusspunkt von Józef Niewiadomski
Glücklicher Josef

Er war weder modern, noch lebte er selbstbestimmt. Wie alle jungen Männer hatte er Träume, die er verwirklichen wollte. Doch die Widerfahrnisse waren stärker. Zwar haben sich seine Wünsche keiner Pandemie beugen müssen. Die Mechanismen des Alltags lehrten ihn aber Tag für Tag, dass das Gerede vom selbstbestimmten Leben bloß Opium für das Volk ist. Und dann kam sie. Die Frau, die ihm den Kopf verdrehte. Wie gerne hätten sie das Leben zu zweit nach ihren Willen gestaltet. Als er sie schwanger vorfand, hätte er sie verlassen können. Und seine selbstbestimmte Entscheidung als den Sieg der Vernunft feiern müssen. Aber er blieb. Wurde gar mit der Zeit „zum Schatten”, der auf Schritt und Tritt dem Kleinen folgte. Ihn auch so beschützte. Obwohl der Kleine nicht sein Leiblicher war. Erst mit der Zeit begriff er, dass er „der Schatten” des himmlischen Vaters sei. Der Allmächtige wollte durch ihn seine Allmacht verbergen. Damit sein Sohn Jesus als ein echter Mensch reifen könne. Papst Franziskus hat in der Kirche das Jahr des heiligen Josef ausgerufen. Eines Menschen, der den Weg seines Lebens annahm. Und gerade deswegen glücklich war.
Unsere Kultur quasselt vom Recht auf Sterben, feiert dieses gar als den Gipfel der Selbstbestimmung. Und tanzt auf dem Vulkan einer falschen Lebensphilosophie.

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TIROLER Sonntag Redaktion aus Tirol | TIROLER Sonntag

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