Schüler:innen besuchen religiöse Stätten
Synagoge, Moschee, Kirche
- In der Moschee in Innsbruck.
- Foto: Meßner
- hochgeladen von Walter Hölbling
„Die Anderen sind unsere wahren Reisen“, meinte der berühmte Theologe Jesuit Michel de Certeau. Als hätte sich das Gymnasium Reutte diesen Satz zu eigen gemacht, unternahm es eine Fahrt zu religiösen Stätten Tirols.
Die Zahlen in Sachen Antisemitismus sind erschreckend. Laut jüngster Umfrage der EU-Agenur für Grundrechte haben 96 Prozent der Jüdinnen und Juden schon Antisemitismus erfahren. Das Kennenlernen anderer Religionen ist daher dringend geboten. Die 6. Klasse Religion des BG/BRG Reutte hat sich im Wissen darum auf den Weg nach Innsbruck gemacht. Begleitet wurde sie von Religionslehrer Patrick Gleffe und Lehrerin Ebru Gören.
Der Tag begann in der Synagoge, wo die Jugendlichen spannende Einblicke in jüdische Traditionen, Feste und Rituale erhielten. Eine Schülerin berichtete: „Ich wusste gar nicht, dass Gebete und Rituale so vielfältig sind. Es war sehr beeindruckend, alles live zu erleben.“
Ein gemeinsames Mittagessen auf Einladung der Diözese Innsbruck bot Raum für Gespräche. „Beim Essen haben wir uns richtig gut über unsere Erfahrungen ausgetauscht. Ich habe viel Neues über andere Kulturen gelernt“, meinte ein Schüler. Am Nachmittag besuchte die Klasse eine Moschee, erlebte auch dort Rituale und nahm am Gebet teil. „Es ist viel intensiver, Religion zu erleben, als nur darüber zu lernen. Man spürt die Gemeinschaft richtig“, meinte ein Schüler.
Den Abschluss bildete ein Besuch im Dom zu St. Jakob. Eine Schülerin: „Ich habe gemerkt, dass wir trotz unterschiedlicher Religionen viele Werte teilen – Respekt, Mitgefühl und Gemeinschaft.“
„Der Dialog hat für viele heute begonnen und geht weiter,“ freute sich Direktor Christian Meßmer über die positiven Erfahrungen des Tages.
Autor:Walter Hölbling aus Tirol | TIROLER Sonntag |
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