Arnsdorf: Altarweihe
Er ist Symbol für Christus

Altarweihe in Arnsdorf.
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Sein Marmor stammt vom Salzburger Untersberg, nun ziert er – kunstvoll in Form gehauen – ein altes Gotteshaus: Bei einem großen Festgottesdienst unter Einhaltung der geltenden Covid-Regelungen weihte Erzbischof Franz Lackner vergangenen Sonntag den neuen Volksaltar der Wallfahrtskirche Maria im Mösl in Arnsdorf.Der Weiheritus wolle deutlich machen, dass ein Altar ganz in die Verfügung Gottes gestellt werde, sagte der Salzburger Oberhirte während der Liturgie. „Das Ausgießen des Chrisamöls und die anschließende Salbung verweisen darauf, dass der Altar Symbol ist für Christus, den Messias (‚der Gesalbte‘).“ Nach der Salbung folgte die Verbrennung von Weihrauch auf der Altarplatte – als Zeichen für das von hier zu Gott aufsteigende Opfer Jesu Christi und die Gebete der Gläubigen. Schließlich „werden Kerzen entzündet, auf den Altar gestellt und folgende Deuteworte gesprochen: ‚Christi Licht auf dem Altar, es strahle wieder im Leben aller, die teilhaben am Tisch des Herrn‘“, erklärte Erzbischof Franz Lackner.

Die Wallfahrtskirche wurde in den letzten sieben Jahren umfassend saniert. Die Altarweihe setzte den Schlussstein der Arbeiten an dem mittlerweile mehr als 500 Jahre alten Gotteshaus.

Arnsdorf feiert endlich

In der Erzdiözese Salzburg kommt dem Ortsteil Arnsdorf der Pfarre Lamprechtshausen eine besondere Bedeutung zu und das hat zwei Gründe. Zum einen schrieb hier der Komponist Franz Xaver Gruber vor mehr als 200 Jahren die Melodie des bekannten Weihnachtslieds „Stille Nacht, heilige Nacht“.

Zum anderen: „Seit Leonhard von Keutschach beginnen die vom Domkapitel gewählten Bischöfe ihre Mission in der Erzdiözese mit einer Pilgerfahrt hierher, um den Segen von der Gottesmutter Maria im Mösl zu erbitten. So habe ich es natürlich auch getan“, sagte Erzbischof Lackner am vergangenen Wochenende bei einem Festgottesdienst in der Arnsdorfer Wallfahrskirche Maria im Mösl.Während die Pfarre das 200-Jahre-„Stille Nacht“-Jubiläum 2017 ausgiebig feiern konnte, musste der Festakt zum 500. Weihetag der Wallfahrtskirche im vergangenen Jahr aufgrund der Coronapandemie verschoben werden.

Nun, ein Jahr später, hat die Pfarre Arnsdorf gemeinsam mit Erzbischof Franz Lackner das Jubiläum des kürzlich generalsanierten Gotteshauses und die Weihe des neuen Volksaltars nachgeholt.

Die Arbeiten an der Kirche reichten von der statischen Stabilisierung des Gebäudes über eine umfangreiche Außensanierung und der Renovierung der Friedhofsmauer bis hin zu Arbeiten an Innenraum, Altären, Glockenstuhl, Turmuhrwerk, Sakristei und der Orgel.

Buch zeigt Wissenswertes über Arnsdorf

Sein Buch mit dem Titel „500 Jahre Maria im Mösl“ stellte Balthasar Gwechenberger im Anschluss an den Festgottesdienst vor. Das Werk beinhaltet Wissenswertes über die Geschichte der Kirche und ihrer Einrichtung, Anekdoten über Leben und Brauchtum des Ortes sowie eine umfassende Dokumentation der Renovierungsarbeiten.Gwechenberger, der Obmann des Sanierungsausschusses der Wallfahrtskirche und drei Perioden lang im Pfarrkirchenrat war, ist zudem einer der drei Geehrten, die von Erzbischof Lackner eine Auszeichnung für ihr außergewöhnliches Engagement in der Pfarre erhielten.

Neben Gwechenberger erhielt auch Mesner Josef Hufnagl den Rupert- und Virgilorden in Silber. Hufnagl war während der Renovierungsarbeiten Ansprechpartner für die Handwerker und ist Gründungsmitglied der Stille-Nacht-Prangerschützen. Er belebte den alten Brauch des Maikranzbindens wieder und möchte die einst so wichtige Wallfahrt nach Maria im Mösl revitalisieren.

David Oberascher erhielt von Erzbischof Lackner eine Urkunde für besondere Verdienste. Er war Schriftführer der Generalsanierung der Wallfahrtskirche und zuständig für die Finanzgebarung im Sanierungsausschuss. Zudem engagiert er sich ehrenamtlich als Kapellmeister der Trachtenmusikkapelle.

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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