Mamakongress
Wovon Mütter träumen

Was Müttern gut tut: viel Liebe und Impulse von außen, wie es ein kommender Online-Kongress sein kann.
  • Was Müttern gut tut: viel Liebe und Impulse von außen, wie es ein kommender Online-Kongress sein kann.
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  • hochgeladen von Ingrid Burgstaller

Vom 11. bis 14. November findet der erste katholische Online-Kongress für Mütter mit Expertinnen und Experten zum Thema Ehe, Familie und Glauben statt. Helene Czifra, die in die Vorbereitungen der Veranstaltung involviert ist, erzählt dem Rupertusblatt ihre Erfahrungen mit Familie und Glauben.

von David Pernkopf

RB: Das Thema des Kongresses lautet: Lass dich stärken. Was stärkt und wovon träumt eine Mama?
Czifra: Wir Mamis träumen gerne über die Zukunft unserer Kinder: Welche Talente sie wohl entfalten werden? Wo es sie einmal hinverschlagen wird? Welche Partner sie finden werden?

RB: Wie kommt der Glaube da ins Spiel?
Czifra: So, wie wir von unseren Kindern träumen, träumt Gott von uns. Er will das Beste für dich und mich, denn er liebt mich unendlich. Diesem Traum Gottes für mich, man könnte es auch Berufung nennen, gilt es immer mehr nachzuspüren. Wie sehr freuen sich Eltern, wenn Kinder Talente entdecken und entfalten und Gott freut sich noch mehr darüber, wenn wir unsere Fähigkeiten nicht vergraben, sondern dort einsetzen, wo sie notwendig sind.

Keine Berufung ist mehr wert als die andere – jede ist ein großes Geschenk und gleichzeitig eine große Aufgabe. Es geht vielmehr darum, dort, wo wir hingestellt sind, alles zur größeren Ehre Gottes zu vollbringen (oder uns zumindest darum zu bemühen).

RB: Wie können wir das in den Familien-Alltag hinein übersetzen?
Czifra: Unser Zuhause ist nicht perfekt, aber ich bemühe mich in meinem Alltag um ein frohes und helles Zuhause, in dem sich jeder willkommen und angenommen weiß. Wenn wir als Familie Gastfreundschaft pflegen, kommen öfter Fragen wie: „Woher nimmst du deine Kraft?“ „Warum ist es bei dir so gemütlich?“ Und schon sind wir mitten in einem Gespräch über Dankbarkeit, dass ich mich als geliebte Tochter Gottes weiß, dass ich mit seinem Beistand rechnen darf und dass ich jeden Tag neu beginnen kann.

RB: Ein offenes Haus für Gott und den anderen zu haben scheint ein Ansatz dafür zu sein?
Czifra: Gastfreundschaft ist wichtig, doch fast noch wichtiger ist die Pflege der Freundschaft mit Gott. So wie ich mich als Mama freue, wenn eines meiner Kinder zu mir kommt, um einfach mit mir zu sein, so freut sich Gott über mich, wenn ich mir Zeit für ihn nehme, auch wenn die Tage stressig und durchgeplant sind. Gerade dann wartet er auf mich!

RB: Was verbindet Familien?
Czifra: Oft sind es kleine Gesten der Verbundenheit, die gut in den Alltag integriert werden können: ein kurzes Stoßgebet, ein Blick zum Kreuz, ein Gedanke am Morgen beim Aufwachen („Danke für den neuen Tag, ich will für dich da sein“), eine Rückschau auf den Tag am Abend anhand der drei „Zauberworte“: bitte, danke, Entschuldigung.

RB: Wie den konkreten Alltag im Glauben leben? Wie lebt die siebenköpfige Familie Czifra mit Gott?
Czifra: Die heilige Messe ist ein besonderer Ort, an dem die Freundschaft mit Gott gepflegt werden kann. Eucharistie heißt Danksagung - nicht nur für das, was toll läuft, sondern auch für die Widerwärtigkeiten, denn die bringen uns weiter. Es lohnt sich zu kämpfen, uns den Herausforderungen zu stellen, weil wir mit der Gnade Gottes rechnen dürfen, die uns dabei hilft, vorwärts zu kommen. Dieses tägliche Training erscheint oft wertlos, aber für die Ewigkeit hat es einen Wert. Es lohnt sich, die Widerwärtigkeiten des Alltags mit Gebet zu verbinden. In der katholischen Tradition nennen wir dies Aufopferung. Wenn wir zum Beispiel beim Abwaschen des letzten Topfes am Abend für jene Person beten, mit der wir uns momentan schwer tun, dann ändert sich nicht primär die Person, sondern meine Haltung und Sichtweise der Person gegenüber. Daraus erwachsen Frieden und Freude, was wieder Auswirkungen hat auf das Miteinander!

Zur Person: 
Helene Czifra ist Mutter von fünf Kindern. Seit 2010 ist sie mit ihrem Mann verheiratet. Die studierte Theologin wohnt in Salzburg und ist in Pfarre und anderen Zusammenhängen für Glaube, Kirche und Familie leidenschaftlich engagiert. Für den Kongress hat sie ein Impulsvideo gedreht.

Infos und Anmeldung zum Mamakongress: https://dermamakongress.com/s/dermamakongress

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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