Kunst in Krumpendorf
Die Kraft der Symbole auf dem Weg zum Glauben

Mit „Das SYMBOL-SPIEL“ zeigt Künstler Séverin Krön in der Christkönig-Kirche in Krumpendorf ein ganz besonderes Projekt. Der Betrachter selbst darf zum Gestalter des Symbol-Bildes werden.
von Katja Schöffmann

27 Quadrate, jedes 40 x 40 cm groß, beliebig veränderbar zu neuen Bildern. Symbole in den unterschiedlichsten Religionen sind das übergreifende Thema eines einzigartigen interreligiösen Kunstprojektes von Séverin Krön in Krumpendorf.
Der interreligiöse Dialog im Zentrum
Alles begann mit einer interreligiösen Andacht im Frühjahr in der Christkönig-Kirche. Vertreter unterschiedlicher Glaubensrichtungen unterhielten sich zum Thema „Symbolik in den Religionen“. Danach startete Krön mit Kirchenbesuchern und Laien eine Umfrage. Dabei immer im Fokus: verschiedenste Geschichten und Symbole auf dem eigenen Glaubensweg.
Die Ergebnisse und seine Reflexion der Andacht mündeten für Krön in ein Bild, 120 cm hoch und 360 cm breit, bestehend aus 27 Quadraten. Auf einer Kopie dieses Werkes können Besucher der Ausstellung sich interaktiv künstlerisch „austoben“ und so selbst Teil des Kunstwerkes werden, um so ihr „eigene“ Bild zu erschaffen.
Interaktive Kunstbetrachtung
Pfarrer Hans-Peter Premur „bedeutet das interreligiöse Symbol-Spiel sehr viel, denn in meiner katholischen Kirche wird der interreligiöse Dialog thematisiert. Wie sind die Symbole der Religionen zu verstehen? Wie kann man als Mensch eingreifen in diesen Zusammenhang und neue Zusammenhänge und Beziehungen herstellen?“ Für Pfarrer Premur ist es „ein heiliges Spiel, das in meiner katholischen Kirche darauf hinweist, dass wir nicht die einzige aller Religionen sind, sondern mit allen anderen zusammenhängen“.
Bausteine einer lebendigen Landschaft
Séverin Krön selbst sagt über sein Projekt: „Es ist spannend. Eine wunderbare Herausforderung, in die Tiefen der menschlichen Seele einzutauchen. Dort, wo das Urdenken stattfindet. Bevor wir in Worten denken, denken wir in Bildern.“
Für Krön haben die Bilder im Menschen „eine ganz subtile Wirkung auf die Art, wie wir an das Leben herangehen. Der Baum, das Kreuz, viele verschiedene Tiere bilden die Bausteine einer lebendigen Landschaft in unserem (Unter-)bewusstsein.“
Für Krön ist das Spannende gerade das, dass der Besucher seiner Ausstellung dazu eingeladen wird, persönliche Bilder „ganz nach seinem eigenen Wunsch“ zu kreieren. Krön: „Es ist eine Art Einweihung in den kreativen Umgang mit den Urbildern.“
Kunst trifft auf soziales Engagement
Mit diesem Kunstprojekt wird das Eggerheim in Klagenfurt in der Wohnungslosenhilfe unterstützt.

Autor:

Gerald Heschl aus Kärnten | Sonntag

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