Autofasten 2026
„Fair zu Fuß unterwegs“: die eigene Mobilität im Fokus
- Breit aufgestellte Aktion: Wiebke Unbehaun, Leiterin der Abt. Aktive Mobilität und Mobilitätmanagement, Erzbischof Josef Grünwidl, Klemens Lesigang, Vorsitzender der Kath. Jugend Österreich, Ulla Rasmussen, Geschäftsführerin des VCÖ, Markus Gerhartinger, Sprecher der kath. und evang. kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs, Sven Pöllauer, Leiter der Marketing Abteilung der ÖBB Personalverkehr AG, Jakob Lissy, Klimaschutzreferent der evang. Kirche, Robert Brünner von den JUFA Hotels (v. li.)
- Foto: Aktion Autofasten
- hochgeladen von Carina Müller
Autofasten kann man entweder, indem man auf „Öffis“ umsteigt oder aber ganz einfach zu Fuß geht. Die katholischen und evangelischen Umweltbeauftragten aller Diözesen Österreichs rufen in der Fastenzeit dazu auf, das Auto in der Garage zu lassen. Die schon traditionelle Aktion Autofasten, heuer unter dem Motto „Fair zu Fuß unterwegs“ startet mit Aschermittwoch, dem 18. Februar und dauert bis Karsamstag, dem 4. April. Dabei geht es darum, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und klimafreundliche Alternativen auszuprobieren. Der Handlungsbedarf ist groß: Die CO₂-Emissionen des Straßenverkehrs liegen weiterhin rund 50 Prozent über dem Niveau von 1990. Autofasten setzt hier an und motiviert zu aktiver Mobilität wie Gehen, Radfahren oder der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. „Walk and talk“, also im Gehen miteinander ins Gespräch kommen, lautet die Devise. Aktive Mobilität stärkt die Gesundheit, reduziert Lärm und Abgase und schont das Haushaltsbudget. Wer mitmacht, dem winken als Anreiz attraktive Preise, wie z. B. ein regionales Klimaticket oder Kurzurlaube in einem JUFA-Hotel mit öffentlicher Anreise.
Ein Novum der Aktion ist der sogenannte „Zu-Fuß-Geh-Sonntag“ am 15. März 2026. Erstmals in der über 20-jährigen Geschichte der Aktion „Autofasten“ sind Gemeinden und Gruppierungen in ganz Österreich eingeladen, Alltagswege bewusst zu Fuß und als gemeinschaftliche Aktion zu gestalten. Der Aktionstag „Zu-Fuß-Geh-Sonntag“ verbindet Bewegung und Gemeinschaft und ist generationenübergreifend konzipiert. In zahlreichen Pfarren wird dieser Sonntag dazu genutzt werden, zumindest einen Teil des Weges zur Kirche gemeinsam mit anderen Kirchenbesucher:innen zu Fuß zu gehen. Jede zehnte Autofahrt ist ein Weg, der fußläufig gut machbar wäre. Eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung würde übrigens den Autoverkehr noch stärker reduzieren.
Challenge #1kmzufuss:
Ebenfalls neu ist die Social-Media-Challenge #1kmzufuss –Schritte, die Bäume wachsen lassen. Teilnehmende gehen einen Kilometer zu Fuß, filmen sich dabei kurz, erzählen ihre Motivation und teilen das Video mit dem Hashtag #1kmzufuss. Für jedes gepostete Video wird ein Euro für die Pflanzung eines Klimawandelanpassungsbaums an einem sichtbaren und besonders geeigneten Ort gespendet. Zusätzlich werden weitere Personen nominiert, die Challenge anzunehmen. Jeder, der das Startvideo teilt, nimmt an der Verlosung eines regionalen Klimatickets teil. „Diese Challenge möchte in besondere Weise auch eine jüngere Zielgruppe ansprechen und wir sind dankbar, dass die Katholische Jugend Österreichs diese mitträgt und unterstützt“, sagt Markus Gerhartinger, Sprecher der katholischen und evangelischen Umweltbeauftragten Österreichs. Er hebt hervor, dass es nicht darum geht, wie viel wir zu Fuß gehen, sondern dass, ganz im Sinne der laufenden olympischen Winterspiele, der olympische Gedanke „Dabeisein ist alles“ und das eigene Engagement für die Umwelt im Vordergrund stehen.
Weitere Informationen zu den Schwerpunkten der Aktionen 2026 unter www.autofasten.at. Infos beim Referat für Schöfungsverantwortung in der Diözese Gurk, Harlad Jost, Tel.: 0676/8772-2181 oder Rudi Lechner, Tel.: 0676/7323217.
Autor:Carina Müller aus Kärnten | Sonntag |
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