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Passionsspiele St. Margarethen zeigen zum 100-Jahr-Jubiläum „Mirjam“

Komponist Albin Rudisch, Jesus-Darsteller Rupert Kugler, Regisseur Prof. Manfred Waba, Spielleiter und Autor Pfarrer Richard Geier, Mirjam-Darstellerin Iris Klemenschitz, Jesus-Darsteller Andreas Schalling und Mirjam-Darstellerin Renée Gallo-Daniel. | Foto: Passionsspiele St. Margarethen
  • Komponist Albin Rudisch, Jesus-Darsteller Rupert Kugler, Regisseur Prof. Manfred Waba, Spielleiter und Autor Pfarrer Richard Geier, Mirjam-Darstellerin Iris Klemenschitz, Jesus-Darsteller Andreas Schalling und Mirjam-Darstellerin Renée Gallo-Daniel.
  • Foto: Passionsspiele St. Margarethen
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Die Passionsspiele im Steinbruch St. Margarethen feiern 2026 ihr 100-jähriges Bestehen und zeigen anlässlich des Jubiläums die Passionsgeschichte erstmals aus weiblicher Perspektive.

Mit „Mirjam – stark wie der Tod ist die Liebe“ wolle man die Geschichte vom Leben, Leiden und Auferstehung Jesu Christi neu interpretieren, informiert der Spielleiter und Autor Pfarrer Richard Geier. „Ich freue mich, dass wir 2026, im 100. Jahr der Passionsspiele eine Neuinszenierung bieten können, die erstmals eine Frau in den Mittelpunkt rückt, die sehr wichtig im Leben Jesu war: Maria Magdalena“, betonte Geier. Die nächsten Passionsspiele finden von 23. Mai bis 12. Juli 2026 statt.

WEIBLICHE PERSPEKTIVE
In der Erzählung blicke Maria Magdalena – unter ihrem hebräischen Namen „Mirjam“ – 20 Jahre nach den Ereignissen in Bethanien und Jerusalem auf Jesu Wirken zurück und „verarbeitet ihre Erinnerungen und nachwirkenden Eindrücke im Gespräch mit anderen Figuren aus dem Johannesevangelium“, erklärte Pfarrer Geier. Geboten werde damit „eine weibliche Perspektive auf die Passion“. Und weiter: „Das ist eine Sicht, die in der männerdominierten Kirche bisher vernachlässigt wurde. Da musste erst ein argentinischer Papst kommen, um Maria Magdalena als Apostelin anzuerkennen. Höchste Zeit also, dass auch die Passionsspiele in St. Margarethen weiblicher werden und den Frauenfiguren durch starke Darstellerinnen mehr Präsenz eingeräumt wird“, erklärte Pfarrer Geier die Motivation zur Neuadaption.

Neu sei auch, dass zum neuen Text mit Albin Rudisch und Manfred Waba neue Verantwortliche für Musik und Regie kommen. Als Komponist der neuen Passionsspielmusik zu „Mirjam“ zeichnet Albin Rudisch für den musikalischen Rahmen der Jubiläumsproduktion verantwortlich; er verleiht „der neuen Passion ihre musikalische Atmosphäre“, so die Ankündigung. Für Regie und Bühnenbild ist 2026 – 30 Jahre nach seiner ersten Oper im Steinbruch St. Margarethen – Manfred Waba zuständig, der bereits auf der Ruffinibühne inszenierte und bei den Passionsspielen Kirchschlag Gespür für die Direktion geistlicher Spiele bewies.

Renée Gallo-Daniel und Iris Klemenschitz werden die Titelrolle der „Mirjam“ verkörpern. Die Rolle des „Jesus“ wird wieder von Andreas Schalling und Rupert Kugler, die bereits 2022 den Sohn Gottes verkörperten, mit Leben erfüllt. Geplant sei auch eine umfassende Chronik der Passionsspiele St. Margarethen, die im Jubiläumsjahr in Buchform erscheinen soll, hieß es. Mit einer Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Ku-BiKu sowie mit Filmvorführungen vergangener Passionsspiele soll zudem die reiche St. Margarethener Passionsspielgeschichte über das ganze Jahr 2026 verteilt erlebbar gemacht werden.

100 JAHRE PASSIONSSPIEL
2026 wird es 100 Jahre her sein, dass Pfarrer Josef Kaindlbauer und der damalige Leiter der Pfarrjugend, der Jungbauer Emmerich Unger, gemeinsam mit Jugendlichen der Pfarre St. Margarethen auf dem Bauernhof der Familie Unger das erste Passionsspiel veranstalteten. Seit 1961 finden die Passionsspiele im Römersteinbruch statt. Alle fünf Jahre beteiligen sich rund 400 ehrenamtliche Laiendarsteller und Helfer an den Aufführungen.

Die aktuelle Jubiläumsinszenierung „Mirjam – Stark wie der Tod ist die Liebe“ wird am 23. Mai 2026 ihre Premiere haben. Tickets: www.passio.at

Autor:

martinus Redaktion aus Burgenland | martinus

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