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Mit Maria „ins Finale kommen“

Tausende Gläubige versammelten sich zur Wallfahrt in der Basilika von Loretto, um mit Bischof Ägidius und Pfarrer Stefan Vukits OMV zu beten. | Foto: Pfarre Loretto
  • Tausende Gläubige versammelten sich zur Wallfahrt in der Basilika von Loretto, um mit Bischof Ägidius und Pfarrer Stefan Vukits OMV zu beten.
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In Loretto feierte Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics am 15. August den zentralen Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt. In seiner Predigt stellte er Maria als Vorbild für den Weg der Christen zum „Finale“ des Lebens vor.
Loretto ist ein kleiner Ort mit großem Wallfahrtsbetrieb. Mehr als 500 Einwohner leben in der burgenländischen Gemeinde am Hang des Leithagebirges. Rund 200.000 Pilger kommen jährlich nach Loretto, zu Mariä Himmelfahrt können sich bis zu 20.000 Besucher in und um Kirche und Kloster versammeln. Neben den feierlichen Gottesdiensten in der zur Basilika erhobenen Pfarr- und Wallfahrtskirche zieht auch der große Jahrmarkt zahlreiche Menschen an.

Am 15. August leitete Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics den Hauptgottesdienst in der Wallfahrtsbasilika. Zahlreiche Priester, Diakone und Gläubige nahmen daran teil. Insgesamt wurden an diesem Tag in der Basilika fünf Eucharistiefeiern und zwei Marienandachten gefeiert. In seiner Predigt griff der Bischof ein Bild aus dem Fußball auf. Wie ein Fußballspiel ein Finale habe, kenne auch der christliche Glaube ein „Finale“, auf das der Mensch seit seiner Taufe unterwegs sei. Das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel zeige dieses Ziel: „Dorthin, wo Maria hingegangen ist, möchten auch wir alle einmal gelangen – in den Himmel.“

Maria stehe bereits „mit Leib und Seele im Finale“, so der Bischof. Nicht durch eigene Stärke oder besondere Beziehungen habe sie dieses Ziel erreicht, sondern weil Gott es ihr geschenkt habe, weil Jesus sein Versprechen an seiner Mutter erfüllt habe und weil Maria selbst bereit gewesen sei, engagiert mitzuwirken.

Auch die Gläubigen seien bei der Taufe gleichsam in dieses „Spiel“ berufen worden. Eltern, Paten und Seelsorger hätten den „Ball“ angenommen und die Getauften in das Lebens- und Glaubensspiel eingeführt, bis diese bei Erstkommunion und Firmung selbst Verantwortung übernommen hätten. Die Frage sei, wie es heute mit dem eigenen „Spiel in der Mannschaft Jesu, in Kirche und Gesellschaft“ stehe.

GOTT SPIELT UNS EINEN BALL ZU
Wer den von Gott zugespielten „Ball“ annehme, für den seien die Heilige Schrift, Gebet, Gottesdienst und die Feier der Sakramente wichtig. Der Bischof rief dazu auf, diese Grundlagen des Glaubens auch in Familien, Pfarren und Gemeinschaften zu pflegen und nicht gleichgültig oder lau zu werden.

Als weitere Orientierung verwies Zsifkovics auf Maria als „Einzelkämpferin und Teamplayerin“. Bei der Hochzeit zu Kana habe sie persönlichen Einsatz und Zusammenspiel miteinander verbunden. Auch in Kirche und Gesellschaft brauche es beides: den Einsatz des Einzelnen und das Zusammenspiel mit anderen. Der Bischof verband dies mit dem Gedanken der Synodalität, wie ihn Papst Leo versteht, und rief dazu auf, keine egoistischen Einzelkämpfer, sondern aufmerksame und faire Teamplayer zu sein.

Schließlich stellte der Bischof das Magnifikat als Wegweiser vor. Marias Lied im Evangelium erinnere an die Ehrfurcht vor Gott, an den Blick auf die Kleinen und Niedrigen und auf Menschen, die materiell oder seelisch hungern. Christen sollten Jesus in den Gesichtern ihrer Mitmenschen erkennen, ihre Sorgen und Nöte wahrnehmen und anderen helfen.

„Nehmen wir wie Maria den uns von Gott zugespielten Ball an“, forderte der Bischof, „seien wir engagierte Einzelkämpfer und zugleich auch aufmerksame Teamplayer und leben wir im Alltag die Haltungen des Magnifikat.“

FJR

Autor:

martinus Redaktion aus Burgenland | martinus

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