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Weihnachten im Juni
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Aus ökologischen, finanziellen und familiären Gründen bin ich keine routinierte Fernreisende. Während die Gedanken gerne in die Ferne schweifen, bleibt der Rest von mir meistens in Mitteleuropa. Wahrscheinlich liegt es daran, dass mich eine Argentinienreise meiner Tochter letztes Jahr im Juni stark verwirrte. Während sie in Patagonien Schifahren ging und wegen eines Heizungsschadens im Haus der Gastfamilie fror, hatte sie doch keine Weihnachtsferien! Erst durch diese Verwirrung wurde mir klar, dass die Weihnachtssymbolik („Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht!“ Jesaja 9,1) stärker an die Jahreszeit gebunden sein sollte als an den Monatsnamen.
Sollten die Menschen auf der Südhalbkugel nicht um ein halbes Jahr zeitversetzt Weihnachten feiern? Aber: Was machen jene, die in Äquatornähe leben und keine dunklere Jahreszeit haben?
Wahrscheinlich ist es doch sinnvoll, dass sich die Festtage überall auf der Welt nach der Lichtsymbolik richten, die auf Jerusalem zutrifft, und das liegt eben in der nördlichen Hemisphäre. Bei aller Logik: Ein pastorales Fragezeichen bleibt doch offen.
Monika Slouk
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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