DENK_MAL
Neun Wochen Kinderzeit
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Gerade laufen die Schulferien, das heißt: neun Wochen kein Unterricht, neun Wochen keine Nachmittagsbetreuung, neun Wochen, in denen der Nachwuchs ständig zuhause ist und die Eltern in Beschlag nimmt. Das kann anstrengend, nervenaufreibend und organisatorisch herausfordernd sein.
Als Vater von zwei Kindern – ohne Großeltern vor Ort – weiß ich das: Neben der Arbeit muss man „da sein“, egal, was beruflich ansteht oder welcher Druck auf einem lastet; man muss sich mit dem Partner absprechen, abstimmen, eintakten und funktionieren wie ein Uhrwerk, wenn alles klappen soll: das Fußballcamp, der Familienurlaub, die Schwimmbadbesuche, die Treffen bei der Eisdiele, die Radausflüge usw. Man könnte verzweifeln, und das tue ich manchmal auch! Andererseits sage ich mir: Diese Zeit kommt vielleicht nie wieder! Diese Zeit, in der meine Kinder mich unbedingt „dabei haben wollen“, weil ich mit ihnen den Ball kicke, eine Wasserschlacht mache oder um die Wette radle; weil ich ihr „Held“ bin, ohne mehr dafür tun zu müssen, als die Zeit mit ihnen zu verbringen. Zeit, die uns gegeben ist, um sie klug zu nutzen; nicht zum beruflichen Erfolg, nicht für Zugewinne, sondern füreinander – für die, die wir lieben!
Martin Kolozs
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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