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Unterstützung für Pfarren
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Die Diözese Eisenstadt setzt ein deutliches Zeichen für Klimaschutz: Mit dem neuen Martinus-KLIMA-Fonds unterstützt sie Pfarren aktiv bei der Umsetzung nachhaltiger und klimarelevanter Projekte. Ziel ist es, die CO2 Emissionen der kirchlichen Einrichtungen bis 2030 um 60 Prozent zu reduzieren – ein klares Bekenntnis zur Bewahrung der Schöpfung. „Mit dem Fonds übernehmen wir Verantwortung und zeigen, dass Kirche konkrete Schritte zum Klimaschutz setzt“, betont Johannes Stipsits, Wirtschaftlicher Generaldirektor der Diözese.
Der Fonds stellt jährlich 200.000 Euro für nachhaltige Investitionen bereit. Pro Pfarre kann eine einmalige Förderung von 15 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 8.000 Euro, beantragt werden. Gefördert werden Maßnahmen wie thermische Sanierungen von Pfarrgebäuden, der Austausch fossiler Heizsysteme gegen Wärmepumpen oder Biomasseheizungen, Optimierung von Heizungssteuerungen, Installation von Solartherme- oder Brauchwasserwärmepumpen sowie Ladestationen für Elektromobilität.
Der Fonds ist rückwirkend für Projekte seit 1. Juli 2023 offen, und Anträge können bis zum 31. Dezember 2029 gestellt werden. So haben die Pfarren die nötige Planungssicherheit für langfristige Investitionen. Die Bauabteilung der Diözese begleitet die Pfarren umfassend von der Projektplanung bis zur Abrechnung. Eine qualifizierte Energieberatung stellt sicher, dass die Maßnahmen tatsächlich CO2-Emissionen reduzieren und langfristig Wirkung entfalten.
Für die Diözese ist der Martinus-KLIMA-Fonds mehr als eine finanzielle Unterstützung: Er ist ein Signal für die gesamte kirchliche Gemeinschaft. „Es ist unsere Pflicht, die Schöpfung zu schützen, und wir möchten unsere Pfarren auf diesem Weg begleiten“, so Stipsits weiter. Durch die gezielte Förderung von klimafreundlichen Projekten leistet die Diözese einen Beitrag, der weit über einzelne Pfarrhöfe hinausgeht und die ökologischen Strukturen der Kirche nachhaltig stärkt.
Mit dem Fonds zeigt die Diözese Eisenstadt, dass Klimaschutz, Verantwortung und kirchliches Handeln Hand in Hand gehen. Der Martinus-KLIMA-Fonds ist ein praktisches Instrument, um die Klimaziele der österreichischen Bischofskonferenz aktiv umzusetzen und die Pfarren zu motivieren, innovative und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
ARR
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SCHÖPFUNG
Als Kirche tragen wir eine besondere Verantwortung für die Schöpfung. Wir setzen konkret um, was Papst Franziskus in Laudato Si’ eindringlich fordert: den Schutz unseres gemeinsamen Hauses und den Einsatz für eine gerechtere, solidarische und nachhaltige Welt. Schöpfungsverantwortung bedeutet für mich, die Schönheit, Vielfalt und zugleich Zerbrechlichkeit der Natur als Geschenk Gottes wahrzunehmen und bewusst zu bewahren. Sie ist Auftrag und Privileg zugleich – ein Dienst an den kommenden Generationen, aber auch ein Dienst an den Schwächsten, die unter Umweltzerstörung, Klimawandel und wachsender Ungerechtigkeit am meisten leiden.
Gerade in unserer Diözese wollen wir dafür bewusst Zeichen setzen: durch einen achtsamen Lebensstil, durch konkrete Projekte im Bereich erneuerbarer Energie, durch die Pflege unserer Kulturlandschaften und durch Bildungsinitiativen, die Menschen für dieses Thema sensibilisieren und zu aktiver Mitgestaltung einladen. Denn die Bewahrung der Schöpfung ist nicht nur eine ökologische oder politische, sondern in ihrem Kern eine zutiefst geistliche Aufgabe. Sie entspringt unserer Verantwortung vor Gott, dem Schöpfer allen Lebens, und sie verbindet uns als Gemeinschaft.
ÄGIDIUS J. ZSIFKOVICS
Diözesanbischof
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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