Trauer um Franz „Jonny“ Buchberger

Die Diözese Eisenstadt trauert um Franz Buchberger, der am 6. Mai im 94. Lebensjahr verstorben ist.

Der langjährige Leiter der diözesanen Pressestelle und Chefredakteur der Eisenstädter Kirchenzeitung (heute: „Martinus“) prägte über Jahrzehnte hinweg die Medienlandschaft im Burgenland mit hoher fachlicher Kompetenz, großer Seriosität und tiefem Glauben.

Franz Buchberger wurde am 19. August 1931 in Zell bei Zellhof (heute Bad Zell), Oberösterreich, geboren. Er besuchte die Volksschule und die Hauptschule in Zell bei Zellhof, sodann von 1946 (Anm.: Er wechselte nach der ersten Klasse und eintägiger Prüfung in die dritte Klasse) bis 1953 das Humanistische Gymnasium Kollegium Petrinum in Linz und legte die Matura an dieser Schule mit Auszeichnung ab.

Von 1953 bis 1957 studierte Buchberger an der Philosophisch-Theologischen Diözesanlehranstalt in Linz Theologie. Während dieser Zeit verfasste Buchberger eine kirchengeschichtliche Arbeit über einen großen Hexenprozess in Zell bei Zellhof. Von 1958 bis 1967 studierte Buchberger an der Philosophischen Fakultät der Universität in Wien Anglistik und Germanistik. In dieser Zeit verfasste er mehrere wissenschaftliche Untersuchungen. Anschließend hospitierte Buchberger am Gymnasium in der Wasa-Gasse. Seine Dissertation zum Thema „Das Motiv der Sponsa Christi im Werk der Enrica von Handel-Mazzetti“ hatte Buchberger zwar vorbereitet, zu deren Veröffentlichung war es jedoch nicht gekommen, weil der zuständige Ordinarius plötzlich verstarb und Buchberger deshalb nicht, wie vorgesehen, die wissenschaftliche Laufbahn eingeschlagen hat.

Franz Buchberger trat am 15. September 1970 in den Dienst der Diözese Eisenstadt, wobei er zunächst dem Pastoralamt zugewiesen war. Mit 1. Juli 1973 wurde er zum Leiter der diözesanen Pressestelle ernannt. Diese Aufgabe übte er mit großem Verantwortungsbewusstsein aus. Aufgrund seiner umfassenden Bildung und seiner Seriosität genoss Buchberger, nicht zuletzt auch bei seinen Journalisten-Kollegen, große Wertschätzung.

Mit 1. Februar 1989 wurde er zusätzlich zu dieser Aufgabe zum Chefredakteur der „Eisenstädter Kirchenzeitung“ ernannt. Daneben hielt Buchberger immer wieder auch Vorträge, etwa im Rahmen der sogenannten „Glaubensseminare“ des Katholischen Bildungswerkes sowie über Pfarrblattgestaltung und Medienarbeit. Im Jahre 1975 übernahm Buchberger schließlich auch die Redaktion des „Burgenländischen Jahrbuches“, nachdem er bereits vorher bei der Herausgabe dieser Publikation maßgeblich mitgewirkt hatte. Franz Buchberger wirkte immer wieder maßgeblich bei der Veröffentlichung von Büchern und sonstigen Publikationen mit. So etwa bei der Festschrift zum 50jährigen Bestandsjubiläum des Bischöflichen Priesterseminares der Diözese Eisenstadt oder beim Buch „Die Caoba-Bäume sind gewachsen“, einer Dokumentation über die 25jährige Missionsarbeit der burgenländischen Missionarin Sr. Maria Wachtler bei den Yano-mami-Indianern in Venezuela. Auch an Büchern über den Eisenstädter Dom (z.B. „Der Martins-Dom in Eisenstadt“), über das Bronzetor des Eisenstädter Doms sowie an der Publikation „Geöffnete Augen“ über den seligen Ladislaus Batthyány-Strattmann arbeitete Franz Buchberger verantwortlich mit.

Das Wirken von Franz Buchberger erfuhr vielfach Anerkennung: 1991 durch die Verleihung der Päpstlichen Auszeichnung „Ritterkreuz vom Orden des heiligen Papstes Silvester“ und 1989 durch die Verleihung des Ehrenzeichens des Landes Burgenland. Mit Entschließung des Bundespräsidenten vom 11. März 1999 wurde ihm der Berufstitel „Professor“ verliehen. Ebenso erhielt Franz Buchberger 1993 den Sankt Martinsorden.

Die Ablösung als Leiter der Pressestelle und als Chefredakteur der Eisenstädter Kirchenzeitung erfolgte mit 31. Dezember 1999, der Eintritt in den dauernden Ruhestand mit 1. Jänner 2000. Die Redaktion des Burgenländischen Jahrbuches hatte er bis 31. August 2010 inne.

Seinen wohlverdienten Ruhestand verbrachte Buchberger in Eisenstadt, wobei er 2019 altersbedingt in das Pflegewohnhaus „Haus St. Martin“ der Caritas in Eisenstadt übersiedelte, wo er bis zuletzt liebevoll betreut wurde. Am 6. Mai 2025 verstarb er im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt.

HERBERT HAFNER

Totengebet: Donnerstag, 22. Mai, 19:30 Uhr in der Pfarrkirche Bad Zell (Oberösterreich). Requiem: Freitag, 23. Mai, 14 Uhr in der Pfarrkirche Bad Zell; Beisetzung im Anschluss.

Im Eisenstädter Dom wird bei der Gemeinschaftsmesse mit dem Domkapitel am Freitag, dem 23. Mai, um 8 Uhr für den Verstorbenen gebetet.

Autor:

martinus Redaktion aus Burgenland | martinus

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