Patriarch von Jerusalem in Österreich
- Kardinal Pierbattista Pizzaballa zu Gast in Wien.
- Foto: Franz Josef Rupprecht
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Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, fordert einen Plan für die Zeit nach dem Krieg im Heiligen Land. Er war vorige Woche in Wien zu Gast.
„Für den Frieden braucht es mehr Mut als für den Krieg“, sagte der Jerusalemer Kardinal Pizzaballa in Wien. Obwohl die direkten Kampfhandlungen hoffentlich vorbei seien, sei man von einer Lösung des Nah-ost-Konflikts weit entfernt, stellte Pizzaballa gegenüber Kathpress fest. In Gaza lebten noch exakt 621 Christen, so der Lateinische Patriarch von Jerusalem. Diese würden sich auf zwei Pfarren – eine katholische und eine orthodoxe – aufteilen. Bei seinem letzten Aufenthalt in Gaza sei ihm aufgefallen, wie müde die Menschen seien. Für sie gehe es jeden Tag ums Überleben. Pizzaballa: „Ich frage mich, wie es jemals wieder möglich sein wird, einen Normalzustand herzustellen. Das wird Jahre dauern.“
EINLADUNG INS HEILIGE LAND
Eindringlich appellierte der Patriarch an die Christinnen und Christen im Westen, als Pilger ins Heilige Land zu kommen. Die klassischen Pilgerziele könne man gefahrlos besuchen, die im Tourismus tätigen Christ:innen seien auf die Pilger angewiesen. Die Zahl der Christen im Westjordanland bezifferte der Patriarch mit rund 45.000 bis 50.000, jene in Israel mit 137.000. Exakte Daten gebe es nur zu Gaza.
DREI-RELIGIONEN-TAGUNG
Der Patriarch von Jerusalem war als Referent einer internationalen Tagung in Österreich, deren Ziel es war, die verbindenden Elemente der drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam zu reflektieren, ohne Unterschiede zu verwischen. Veranstaltet wurde die Tagung u. a. von „Religion and Transformation in Contemporary Society“ (RaT) der Universität Wien.
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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