„Johannes Messner Medaille“

Mit der Johannes-Messner-Medaille sind Klaus Küng, Patrick Schöder und der Gewerkschafter Norbert Schnedl ausgezeichnet worden.

Die Verleihung erfolgte am 14. Jänner bei einem Festakt in den Räumen der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst in Wien. Eingeladen hatten die Fraktion Christlicher Gewerkschafter in der BMHS-Gewerkschaft gemeinsam mit der Stiftung Johannes Messner Medaille“. Die Auszeichnung würdigt Persönlichkeiten, die sich um Weiterentwicklung und Verwirklichung der Naturrechtslehre von Johannes Messner oder um christlich-soziale Anliegen in Gesellschaft, Politik und Wissenschaft verdient gemacht haben.

Die Laudatio auf den früheren Diözesanbischof von St. Pölten hielt Maria Raphaela Hölscher, Präsidentin der Johannes-Messner-Gesellschaft. Sie verwies auf Messners Bedeutung als Begründer der „Wiener Schule der Naturrechtsethik“ und auf Küngs lebenslange Auseinandersetzung mit dessen Denken. Küng habe wiederholt aus naturrechtlicher Perspektive Stellung bezogen, etwa in ethischen Debatten um den assistierten Suizid.

Für Norbert Schnedl würdigte Eckehard Quin, Vorsitzender der GÖD, die prägende Rolle der katholischen Soziallehre für die Arbeit der FCG. Deren Prinzipien – Personalität, Gemeinwohl, Solidarität, Subsidiarität und Nachhaltigkeit – seien für Schnedls Wirken als langjähriger FCG- und GÖD-Vorsitzender leitend gewesen. Der Schutz der unveräußerlichen Würde des Menschen habe dabei im Zentrum gestanden. Abt Patrick Schöder, seit einem Jahr 66. Abt des Benediktinerstifts Göttweig, wurde für seine Verdienste im Bildungsbereich geehrt. Roland Gangl betonte Schöders Engagement als Lehrer, Studentenseelsorger und Schulgründer. Bildung sei – auch nach Messner – zentral für Persönlichkeitsentwicklung und für die Lösung der Sozialen Frage.

Schöder dankte stellvertretend für die Ausgezeichneten und bezeichnete die Medaille als „Ehre und Verpflichtung“. Messner habe gezeigt, dass christlicher Glaube und gesellschaftliche Verantwortung zusammengehören und dass Werte mit Realitätssinn und Hoffnung zu vermitteln seien.

Autor:

martinus Redaktion aus Burgenland | martinus

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