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Der Weg ist mein Ziel

Johann Paul Artner | Foto: Oskar Steimel

Johann Paul Artner (48) ist Generalsekretär der Katholischen Aktion, Leiter der Katholischen Arbeitnehmer:innen-Bewegung sowie Ansprechperson für die Lange Nacht der Kirchen. Wie der Glaube sein Leben bereichert, erzählt er in einem von CHRISTOPHER ERBEN aufgezeichneten Gespräch.

„Mit meiner Arbeit verbinde ich besondere Erlebnisse“, sagt Johann Artner. „Das Schönste war die persönliche Begegnung mit Papst Franziskus im Jahr 2018.“ Dieses werde der gebürtige Deutschkreutzer sein Leben lang nicht vergessen. Nach der Matura studierte er Politikwissenschaften und Geschichte an der Universität Wien und arbeitet seit über 20 Jahren in der Diözese. Seit Jahresanfang ist er Generalsekretär der Katholischen Aktion (KA) im Burgenland. Er ist nicht nur ehrenamtlicher Lektor in der Dompfarre, sondern engagiert sich auch in deren EMAS-Schöpfungsgruppe.

Johann Artner: Bald ist es wieder so weit: Die Lange Nacht der Kirchen am 23. Mai. Für mich ist es die zweite, für deren Vorbereitung ich mit meinem Team im Burgenland verantwortlich bin. Verschiedene Veranstaltungen mussten wir intern koordinieren und abstimmen; ein Programmheft herausgegeben, das nicht nur in jeder der über 20 teilnehmenden Pfarren aufliegen, sondern auch auf der Website abrufbar sein wird. Ja, das heurige Programm kann sich sehen und hören lassen: Reicht es doch von Konzerten, über eine Führung durch eine Gruft, Klosterführungen, Kinderaktivitäten bis hin zum Vesperbeten. In der Pfarre Purbach gibt es zum Beispiel wieder eine Millionenshow, bei der den Kandidat:innen knifflige Fragen über den christlichen Glauben gestellt werden. Welche Lange Nacht ich aber besuchen werde, weiß ich heute jedoch noch nicht. Ich werde mich wahrscheinlich – so wie immer – sehr kurzfristig entscheiden.

Aber nicht nur in der Arbeit – auch privat spielt der Glaube in meinem Leben eine tragende Rolle. Regelmäßig besuche ich den Gottesdienst in der Dompfarre. Auch Pilgern gehört für mich seit Jahren zu meinem Leben dazu. Es ist eine Leidenschaft, die ich mit der Arbeit ideal verbinden kann und sich immer weiter entwickelt. Im Vorjahr war ich am Franziskusweg von La Verna bis nach Assisi eine Woche unterwegs. Beim gemeinsamen Beten und Wandern stärke ich meinen Glauben und fühle eine besondere Nähe zu Gott – auch oder besonders bei der Fußwallfahrt nach Mariazell. Ehrenamtlich engagiere ich mich zudem in der Martinus-Gemeinschaft, die sich um den österreichischen Martinusweg kümmert, der von Ungarn kommend bis nach Frankreich führt. Im heurigen Oktober werde ich mit einer Pilgergruppe bestehend aus über 150 Gläubigen nach Rom reisen. Das Pilgerkomitee unter der Leitung von Pater Karl Schauer bereitet diese vor.

Apropos Rom: Mein Leben lange werde ich die Audienz beim kürzlich verstorbenen Papst Franziskus nicht vergessen. Bei einer Audienz lernte ich ihn aus nächster Nähe kennen. Seine Bescheidenheit und Demut haben mich beeindruckt. Das gemeinsame Foto steht auf meinem Schreibtisch im Büro und erinnert mich an den Besuch.

Wie bringe ich das alles unter einen Hut – naja, das ist eine gute Frage. Mein Tun ist zwar sehr herausfordernd, aber spannend und bereichernd zugleich. Der Glaube als das Verbindende steht bei mir immer im Vordergrund. Er gibt mir jede Menge Erdung und Kraft, die ich brauche und aus denen ich schöpfen kann. Und das wird auch weiterhin so bleiben – sei es in der Kirche oder auf Pilgerwegen, die beide mich zum Ziel führen.

Autor:

martinus Redaktion aus Burgenland | martinus

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