Neues Bildungsformat „Literarische Zukunftsgespräche“ startet
- Prof. Dr. Martin Jäggle, em. Universitätsprofessor für Religionspädagogik und Katechetik, Präsident des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit.
- Foto: kathbild.at / Franz Josef Rupprecht
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Mit einem neuen Bildungsformat laden Lukas Pallitsch und das Forum Katholischer Erwachsenenbildung der Diözese Eisenstadt ein, grundlegende Fragen von Orientierung, Glaube und Gesellschaft zu entdecken.
Viermal im Jahr werden literarische Gespräche mit ausgewählten Gästen geführt.
In einer Zeit gegenwärtiger Krisen finden sich viele Menschen in einer Welt wieder, in der zwischen starker Pluralisierung und gleichzeitiger Individualisierung Orientierung verloren geht. Mitunter verengt sich in dieser fragilen Situation der Blickwinkel. Abschottungen und der Rückzug auf die eigene Perspektive sind nicht selten die Folge. Das neue Format „Den Blick weiten. Literarische Zukunftsgespräche“ greift diese Erfahrung auf und setzt bewusst einen Akzent auf Öffnung, Dialog und gemeinsames Nachdenken.
Weshalb den Blick weiten? Zunächst, um den eigenen Denkhorizont zu erweitern. Angesichts der religiösen und kulturellen Vielfalt in der Gesellschaft erscheint dies wichtiger denn je. Nur wer seinen Blickwinkel öffnet, wird auch in der Lage sein, sich von anderen Perspektiven berühren zu lassen. Literatur bietet dafür einen besonderen Zugang: Sie erzählt von menschlichen Erfahrungen, von Konflikten, Hoffnungen und Fragen nach Sinn und Verantwortung und eröffnet damit Räume für vertiefende Gespräche.
Das neue Bildungsformat wird viermal im Jahr im Weinwerk Burgenland in Neusiedl am See stattfinden, in den Monaten Februar, April, Oktober und Dezember. Zu jedem Termin führt Dr. Lukas Pallitsch PhD, der die literarische Reihe konzipiert und verantwortet, mit einem hochkarätigen Gast ein literarisches Gespräch. Veranstaltet wird die Reihe gemeinsam mit dem Forum Katholischer Erwachsenenbildung der Diözese Eisenstadt.
Die Premiere findet im Rahmen des Ökumenischen Themenabends am Montag, 16. Februar 2026, um 19:00 Uhr im Weinwerk Burgenland in Neusiedl am See (Obere Hauptstraße 31, 7100 Neusiedl am See) statt. Der Eintritt erfolgt auf Basis einer freien Spende.
- Dr. Lukas Pallitsch PhD, Literaturwissenschaftler, Theologe und Universitätsassistent (Post-Doc) für Religionspädagogik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.
- Foto: Krpelan
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Das erste literarische Zukunftsgespräch führt Dr. Lukas Pallitsch PhD mit Prof. Dr. Martin Jäggle zum Roman „Judas“ von Amos Oz. Als Einstieg in die Thematik dient ein Satz aus dem Werk: „Dies ist die Geschichte der Wintertage Ende des Jahres 1959, Anfang 1960. In dieser Geschichte gibt es Irrtum und Lust, es geht um enttäuschte Liebe, und es gibt so etwas wie die Frage nach Religiosität, die hier unbeantwortet bleibt.“
Martin Jäggle erläutert dazu: „So beginnt dieser vielschichtige Roman, an dem mich interessiert, wie Amos Oz Judas nicht als Verräter, sondern als komplexen und letztlich gescheiterten Menschen schildert.“ Damit rückt eine bekannte biblische Gestalt in ein neues Licht und eröffnet einen Zugang zu Fragen von Liebe, Verrat und Religiosität.
Für das Jahr 2026 stehen weitere Termine und Gesprächspartner fest. Am 16. April wird Univ.-Prof. Wolfgang Treitler zu Gast sein. Thema sind die Werke „Mein Fall“ von Josef Haslinger und „Sehr gut“ von Wolfgang Treitler.
Voraussichtlich Anfang Oktober folgt ein literarisches Zukunftsgespräch mit der Dekanin der Theologischen Fakultät Univ.-Prof. Andrea Lehner-Hartmann zu „Frei“ von Lea Ypi oder die Frage nach dem Sturm der Geschichte.
Im Dezember spricht Univ.-Prof. Martin Stowasser über das Weihnachtsevangelium (Lk 2,1–21).
Kontakt und Informationen: Forum Katholischer Erwachsenenbildung der Diözese Eisenstadt Philipp Jurenich 0676 880 70 1704 philipp.jurenich@martinus.at www.martinus.at/erwachsenenbildung
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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