Tiroler bei der Papstwahl
Live dabei beim "Habemus Papam"
- Zur Papstwahl vor Ort: Birgit und Susanne Strauhal aus Telfs (v.l.). Die Tage in Rom haben bei Susanne einen kräftigen Eindruck hinterlassen – vom Reichtum des Glaubens und der Vielfalt der Kirche.
- Foto: Strauhal
- hochgeladen von Lydia Kaltenhauser
Susanne und Birgit Strauhal und eine Reisegruppe aus Lienz mit Pfarrer Franz Troyer erlebten das "Habemus Papam" live am Petersplatz und erzählen von ihren Eindrücken.
Nach Rom zur Papstwahl zu fahren, war für Susanne Strauhal schnell beschlossene Sache. Gemeinsam mit ihrer Tochter zu fahren, machte die Reise umso schöner. Einer der ersten Höhepunkte war die Teilnahme am Gottesdienst der Kardinäle „Für die Wahl des Papstes“. Mit so vielen Menschen aus verschiedenen Länern im Petersdom gemeinsam zu feiern, habe einen starken Eindruck hinterlassen. Für Strauhal eine echte Hoffnungsgeschichte.
Schon am ersten Tag hatten Birgit und Susanne Strauhal stundenlang bis in den Abend hinein auf das Rauchzeichen gewartet. Umsonst. Die Enttäuschung änderte aber nichts am Plan, am nächsten Tag wiederzukommen. Schon um 10 Uhr waren sie wieder am Petersplatz – bestens ausgerüstet mit Wasser und einer Jause. Als der weiße Rauch aufging, war der Jubel groß. „Ich hab gar nicht den Namen des neuen Papstes verstanden“, so Strauhal. Ganz anders, als der neue Papst dann selbst auf den Balkon trat und zu uns sprach: „Da war es mucksmäuschenstill“.
Gilbert Rosenkranz
„Am Morgen des 8. Mai ahnte noch niemand von uns, was der Tag bringen wird“, erinnert sich Dekan Franz Troyer. Gemeinsam mit Ferdinand Treml begleitete er eine Pilgergruppe nach Rom. Der Tag begann entsprechend den Gepflogenheiten einer Rom-Wallfahrt. Die Pilger:innen folgten einer alten Tradition und gingen von St. Paul vor den Mauern entlang der „Straße der 7 Kirchen“ zur Sebastiankirche. In der Kirche des heiligen Bartholomäus feierte die Pilgergruppe am Grab des Apostels die Hl. Messe. „Nach der Messe war klar: Wir wollen so schnell als möglich zum Petersplatz, um dort zu erleben, welcher Rauch vom Kamin der Sixtinischen Kapelle aufsteigt. Bereits in der langen Straße Via della Conciliazione warteten hunderte Reporter und tausende Menschen. Wir schafften es, bis zu den Kontrollen zu kommen, die zum Petersplatz führten“. Tatsächlich stieg dann weißer Rauch auf. „Neben uns standen Studenten aus Südamerika. Sie wussten, dass der neue Papst aus Chicago kommt und lange Zeit in Peru gewirkt hat. Beim abschließenden Segen ‚Urbi et orbi‘ machte das dreijährige Kind aus Vietnam, das mit seinen Eltern neben mir stand, andächtig das Kreuzzeichen. Ich war gerührt“, so Dekan Troyer.
Redaktion Tiroler Sonntag/Franz Troyer
Autor:Lydia Kaltenhauser aus Tirol | TIROLER Sonntag |