Diözese Innsbruck gedenkt Diözesanpatron Petrus Canisius
Halte durch!

Das Lernheft des petrus canisius (siehe Bild) wird im archiv der deutschen provinz der jesuiten in München aufbewahrt.
  • Das Lernheft des petrus canisius (siehe Bild) wird im archiv der deutschen provinz der jesuiten in München aufbewahrt.
  • Foto: Archiv der Deutschen Provinz der Jesuiten
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Gedanken von Prälat Klaus Egger zu einem Eintrag des jungen Schülers Petrus Canisius in sein Lernheft (siehe Bild):

Im Jahr 1964 wurde die Diözese Innsbruck errichtet und DDr. Paulus Rusch zum ersten Diözesanbischof ernannt. Zum Diözesanpatron wurde der heilige Petrus Canisius erwählt. Es war die Zeit des II. Vatikanischen Konzils und die großen Umbrüche in unserer Gesellschaft und Kirche waren bereits deutlich zu spüren. Auch Petrus Canisius lebt in einer Zeit großer kirchlicher und gesellschaftlicher Veränderungen und hat zur Reform der katholischen Kirche so viel beigetragen, dass er später sogar als „zweiter Apostel Deutschlands“ bezeichnet wurde. Der Augsburger Bischof Heinrich von Knöringen, der Petrus Canisius noch selbst gekannt hatte, schrieb 1626: „Was in Österreich, Böhmen, Schwaben, Bayern und Tirol noch heute an wahrem Glauben vorhanden ist, muss auf des Canisius Rechnung geschrieben werden.“

Und Innsbruck kann sich sehr wohl als Canisius-Stadt bezeichnen. Im Jahr 1562 kam er nach Innsbruck zur Eröffnung des Jesuitenkollegs und des dazugehörigen Gymnasiums, im Jahr 1571 wurde er für mehrere Jahre zum Hofprediger in Innsbruck ernannt und kam dann 1580 noch ein letztes Mal in unsere Stadt. Die Diözese Innsbruck hat für das Jahr 2021 ein breit angelegtes Gedenken an ihren Diözesanpatron geplant, bei dem es nicht bloß um einen historischen Rückblick gehen soll, sondern vor allem um „Seelsorge in unserer gesellschaftlichen und kirchlichen Umbruchszeit“. Noch zu seiner Schulzeit schrieb Petrus Canisius mit Großbuchstaben in ein Lernheft: PERSEVERA! – HALTE DURCH! Daran hat er in allen hellen und auch dunklen Stunden seines Lebens bis zu seinem Tod festgehalten.

Bei einem Telefonat mit Jesuitenpater Jean Rotzetter kurz vor seinem Sterben sagte dieser zu mir: „Nur eines ist wichtig: Durchhalten, und wenn es auch nur bis morgen ist!“ Für mich ist dieser Satz wie das Testament eines guten Freundes, hinter dem die große Gestalt des Petrus Canisius steht. „Durchhalten“ ist auch ein Leitwort für unsere Zeit, denn die Herausforderungen von heute verlangen stark nach einem Durchhalten, um das kostbare Geschenk unseres Glaubens an das Tirol von morgen weitergeben zu können. „Persevera – Halte durch“ ist auch ein Vermächtnis an unsere Diözese.

Gottesdienst zur Eröffnung des Petrus-Canisius-Jahres

Zum Leben ermutigenMit einer Eucharistiefeier in der Pfarrkirche Petrus Canisius in Innsbruck eröffnete Bischof Hermann Glettler das Gedenkjahr zum 500. Geburtstag des Diözesanpatrons Petrus Canisius. Zahlreiche Veranstaltungen und Initiativen sollen in diesem Jahr „Herzfeuer des Glaubens und der Nächstenliebe“ entzünden, so der Bischof in seiner Predigt. Die Einladung, zum Canisiusjahr beizutragen, richtet er ausdrücklich an alle Vereine sowie sozial und kulturell engagierte Gruppierungen, weit über den kirchlichen Kreis hinaus. Ziel sei, Projekte zu starten, die zum Leben ermutigen, den Schatz des Glaubens verständlich machen und den sozialen Zusammenhalt stärken. www.dibk.at/500herzfeuer

Autor:

TIROLER Sonntag Redaktion aus Tirol | TIROLER Sonntag

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