Auszeichnung für Schulprojekt
Den Frieden leben lassen
- Die 4. Klasse der VS Wenns freut sich über die Auszeichnung für das Friedensprojekt.
- Foto: VS Wenns
- hochgeladen von Walter Hölbling
Drei Monate lang haben Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Volksschule Wenns
zum Thema Frieden gearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wird am 7. Mai
von Land Tirol und Stadt Innsbruck ausgezeichnet.
„Peace in times of change“ (Friede in Zeiten der Veränderung): So lautet der Titel eines Schulwettbewerbs, der alle zwei Jahre im Rahmen des Kaiser-Maximilian-Preises ausgeschrieben wird. Durch Zufall ist die Religionslehrerin Hedi Kotter aus Wenns darauf gestoßen und hat sich kurzerhand entschlossen, ihr Friedensprojekt an der Volksschule Wenns einzureichen. Das Projekt wurde in Form eines Videos umgesetzt, unterstützt von zwei jungen Studentinnen aus dem familiären Umfeld. Jetzt fiebert die Klasse dem 7. Mai entgegen, an dem sie in der Stadtbibliothek Innsbruck den mit 500 Euro dotierten Preis entgegennehmen darf.
Wie Friede wachsen kann
Es ist ein bunter Strauß an Aktivitäten, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrer Religionslehrerin dem Thema Frieden näherten. „Zuerst haben wir versucht, Frieden zu definieren“, erzählt Hedi Kotter, „ohne dabei die Worte „nicht“ oder „kein“ zu verwenden“. Die Einfälle wurden auf kleine Zettel geschrieben: jemanden gerecht behandeln, Rücksicht nehmen, verzeihen,...
Bei der nächsten Aufgabe war dann auch tatkräftige Mitarbeit gefragt: Wie kann Frieden wachsen? Auch hier wurden Ideen aufgeschrieben, aber auch gleich ausprobiert. Eine Woche lang konnte probiert werden, Rücksicht zu nehmen, keine Schimpfwörter zu verwenden, nicht zu streiten,...
Ein kahler Baumast wurde im Foyer der Schule montiert, an dem nun etliche grüne Blätter und kunstvoll gefaltete Friedenstauben hängen.
Was man selbst tun kann
„Wichtig war mir, den Kindern zu vermitteln, dass Friede nichts ist, was verordnet werden kann. Frieden ist etwas, für das jede und jeder einen Beitrag leisten kann, im eigenen kleinen Umfeld,“ so die Volksschullehrerin. In das fächerübergreifende Projekt, bei dem auch Friedenslieder einstudiert wurden, waren auch jene zwei Kinder einbezogen, die den Religionsunterricht nicht besuchen, erzählt Hedi Kotter.
Lernen fürs Leben
Und so werden am 7. Mai 24 Schüler:innen mit ihren Lehrer:innen nach Innsbruck zur Preisverleihung fahren. „Natürlich ist die Freude groß, dass wir gewonnen haben“, meint Kotter. Aber noch wichtiger sei für sie, dass die Kinder mit dem Schulprojekt etwas gelernt haben, das sie für ihr ganzes späteres Leben mitnehmen können.
Preisverleihung am Donnerstag, 7. Mai 2026 von 9.30-11.30 in der Stadtbibliothek Innsbruck.
Autor:Walter Hölbling aus Tirol | TIROLER Sonntag |
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