Das Haus Terra der Caritas Tirol
Wenn es zu Hause nicht geht

Im Haus Terra Landeck wohnen Kinder und Jugendliche, die es zu Hause schwierig haben. Ein großer Garten bietet viel Gelegenheit zum Spielen.
  • Im Haus Terra Landeck wohnen Kinder und Jugendliche, die es zu Hause schwierig haben. Ein großer Garten bietet viel Gelegenheit zum Spielen.
  • Foto: Caritas Tirol
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Oft ist es daheim schwierig für Kinder und Jugendliche. Sie können nicht oder nicht mehr bei ihren Eltern leben. Das Haus Terra der Caritas in Landeck bietet Kindern ab vier Jahren in dieser Zeit ein vorübergehendes Zuhause.

Ein Bericht von Thomas Suitner

Das Haus Terra in Landeck ist eine sozialpädagogische Wohngemeinschaft. Derzeit werden dort 14 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen vier und 16 Jahren begleitet. Sie sind bis Ende der Schulpflicht oder ihrer Ausbildigungszeit untergebracht, also fünf oder mehr Jahre. Ziel ist, sie wieder in die Familie einzugliedern. Durch eine eigene Außenwohnung können bei Bedarf auch junge Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr unterstützt werden. „Wir versuchen eng mit Systempartnern wie Schule, Jugendämtern, TherapeutInnen und dem sozialen Umfeld der Kinder zusammen zu arbeiten. Unsere Orientierung geht vom christlichen Menschenbild aus. Uns ist wichtig, die soziale Umwelt und Herkunft der Kinder und Jugendlichen in unsere Arbeit einzubeziehen – sie zu verstehen, bevor wir sie erziehen", unterstreicht Einrichtungsleiter Mag. Johann Pohl.

Fußballverein im Haus. Das Haus Terra bemüht sich, die jungen Erwachsenen gesellschaftlich zu integrieren und beim Übergang in die Arbeitswelt helfend zur Seite zu stehen. Johann Pohl: „Wir unterstützen sie beim Abklären der Interessen, beim Vereinbaren von Praktika, bei der Arbeitssuche und halten Kontakt mit dem Arbeitgeber." Für die Jüngeren organisiert das Haus erlebnispädagogische Projekte. „Zur Teilnahme an Fußballturnieren haben wir den FC Haus Terra gegründet", so Pohl. Dazu gibt es viele Möglichkeiten wie ein Kindergartenfest im Haus Terra-Garten. Außerdem animiert das Team, bei Feuerwehr, Ministranten oder anderen Vereinen mitzumachen.

Biographiearbeit hilft vor allem den Jugendlichen, Herkunft und Leben besser nachzuvollziehen und sich auch mit ihrer Geschichte zu versöhnen. Pohl: „Alle Familienmitglieder werden aufgezählt, verworrene Verbindungen geklärt. Auf diese Weise werden Brüche und Verbindungen sichtbar. Die Kinder und Jugendlichen schreiben
ihren Werdegang auf und halten wichtige Geschehnisse fest."

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TIROLER Sonntag Redaktion aus Tirol | TIROLER Sonntag

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