75 Jahre Rupertusblatt
Was Kirchenpresse und Tische gemeinsam haben

Kirchenpresse ist Michael Schmolke ein Anliegen. Er hat selbst für die Kirche in Deutschland geschrieben. Als Professor machte 
er den Glauben in Zeitungen an der Uni Salzburg und in Büchern zum Thema.
  • Kirchenpresse ist Michael Schmolke ein Anliegen. Er hat selbst für die Kirche in Deutschland geschrieben. Als Professor machte
    er den Glauben in Zeitungen an der Uni Salzburg und in Büchern zum Thema.
  • Foto: RB/mih
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Jede Woche erscheint eine Rupertusblatt- Ausgabe. Kommunikationswissenschafter Michael Schmolke beschreibt Kirchenzeitungen als „nötige Möbel im Haus“. Welche Politur es braucht, um sie in Schuss zu halten.

Vier Beine, ein paar Schrauben und eine Platte, fertig ist ein Tisch. Er ist aus keinem Haus wegzudenken. 24 Seiten (zu besonderen Anlässen sind es 32), Berichte aus Erzdiözese und Welt sowie Nahrung für den Glauben, fertig ist die Kirchenzeitung. Verkürzt dargestellt freilich. Rohstoff für beides sind Bäume. Doch Tisch und Kirchenzeitung haben noch mehr gemeinsam, sagt Professor Michael Schmolke. Wir treffen den emeritierten Professor für Kommunikationswissenschaft in einem Salzburger Café. Zum Gespräch bringt er eine Kopie aus einem Buch mit. Thema: Wert der Kirchenpresse. Mit gelbem Textmarker hat er die Worte „nötige Möbel im Hause“ hervorgehoben. Was damit gemeint ist? „Das Kirchenblatt gehört in jedes Haus ebenso wie ein Tisch. Es ist dort nicht wegzudenken, es wird gebraucht – ob es dem Hausherrn gefällt oder nicht.“
Freilich stammt das Zitat aus dem Jahr 1850 und seither hat sich in der Zeitungslandschaft Österreichs viel getan.

Die Digitalisierung lässt Abozahlen einbrechen; das trifft Tages-, Wochen- oder Kirchenpresse gleichermaßen. Schmolke weiß, was Leser stets interessiert: „Einerseits das ganz Nahe aus der eigenen Pfarre. Und andererseits das ganz Ferne vom Papst in Rom.“ Und alles dazwischen? „Hier sehe ich die Gefahr, dass Leser durch das Internet ihre Informationen aus so vielen anderen Quellen bekommen können – auch heiße Themen, die in der Bistumspresse nicht vorkommen“, erklärt er. Ein probates Mittel, um Leserinnen und Leser weiter zu begeistern seien „gute Geschichten, die man nirgendwo sonst findet“.
Über das Rupertusblatt sagt Michael Schmolke: „Ich wünsche mir, dass es im Bewusstsein seiner Gemeinde mit all seinen Geschichten ein ,nötiges Möbel‘ bleibt.“

M. Hessenberger

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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