Verdiente Mitarbeiterinnen
Sie prägten St. Virgil

Feinsinn für Kunst und Bildung, Qualität und die Menschen zeichnete Johanna Wimmesberger und Antonia Gobiet in ihrer Arbeit und  in ihrem Engagement für die jeweilige Sache aus (v. l. ).
  • Feinsinn für Kunst und Bildung, Qualität und die Menschen zeichnete Johanna Wimmesberger und Antonia Gobiet in ihrer Arbeit und in ihrem Engagement für die jeweilige Sache aus (v. l. ).
  • Foto: RB/St. Virgil
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Mit Johanna Wimmesberger und Antonia Gobiet verlassen zwei Studienleiterinnen St. Virgil in Richtung Pension. Sie haben Programm und Profil des Hauses viele Jahre entscheidend mitbestimmt.

34. Das sind die Jahre, in denen Johanna Wimmesberger mit Kompetenz und Innovation die Themenbereiche Lebensbegleitung und Lebensbrüche, Familienfragen und Trauerarbeit fest in St. Virgil Salzburg etabliert hat. Der Bildungsbereich der Hospiz-Bewegung Salzburg ist seit Beginn eng mit St. Virgil verbunden. So konzipierte Wimmesberger 2007 mit der Hospiz-Bewegung Salzburg zusammen den Aufbaulehrgang Trauerbegleitung, initiierte und unterstützte Trauergruppen, engagierte sich auf Österreich-Ebene in der Bundesarbeitsgemeinschaft Trauerbegleitung.

„Mehr als fünfzehn Jahre ist Johanna Wimmesberger für mich St. Virgils Gesicht gewesen. Ihr offenes Ohr für unsere Anliegen, sowie die Verlässlichkeit mit der sie sich dieser Anliegen annahm, sprach von einer Kultur des Miteinander, der Wertschätzung und der Fürsorge, die auch ihre Hospizarbeit prägt. So ernst sie ihre Arbeit und die Dinge nahm, blitzte doch stets auch ihr Humor durch und stellte alle Herausforderungen in das richtige Licht“, sagt Mai Ulrich von der Hospiz- und Palliativ-Akademie der Hospiz-Bewegung Salzburg. „Durch ihre Offenheit für das Thema machte sie St. Virgil zu einem Ort, an dem Trauernde in ihren Bedürfnissen und Anliegen höchste Unterstützung fanden. Damit wirkte sie weit über ihre beruflichen Aufgaben hinaus für eine gesellschaftliche Anerkennung und Begleitung trauernder Menschen“, erzählt Ulrich.

Sie fand die richtige Sprache

Für die studierte Germanistin Wimmesberger stand das Wort im Mittelpunkt. Mehr als 50 Programmzeitungen betreute sie als Chefredakteurin des St.-Virgil-Magazins. Lesen als Kulturkompetenz und Alltagserlebnis, dieses Engagement teilte sie mit Christina Repolust, Referentin für Bibliotheken und Leseförderung der Erzdiözese. Mit Johanna Wimmesberger plante und führte sie Formate wie „Anführungszeichen – Vorlesen in Theorie und Praxis“ oder den Start der Märchendinner durch. Neben Humor und Freundlichkeit waren klare Ansagen und gründliche Recherche eines ihrer Markenzeichen sagt Repolust: „Mit Johanna Wimmesberger ließ es sich herrlich und komprimiert planen. Sie hielt den roten Faden stets fest in der Hand, egal, um welche Ausbildung es ging. Es war ihre liebevolle Umsicht, die sie mir zur wertvollen Kooperationspartnerin machte: Stets hatte sie die Lernstrategien und die Lernziele im Blick. Ihre Liebenswürdigkeit gegenüber besonderen Wünschen ließ mich von ihr lernen, stets nach Möglichkeiten und Ermöglichung zu suchen.“

Die beiden waren auch in der Personalvertretung der Erzdiözese verbunden. „Im Betriebsrat machte sie natürlich mehr als das Protokoll zu führen: Sie brachte Visionen und Zukunftsperspektiven ein, ihre Protokolle waren legendär, jede noch so ausufernde Sitzung und intensive Betriebsversammlung brachte sie mit klarer Struktur und Sprache auf den Punkt“, berichtet Repolust.

Kunst ist ihr Leben

Nach 15 Jahren als Studienleiterin für den Bereich Kunst und als Initiatorin und „Macherin“ der Ausstellungen im Kunstraum St. Virgil verabschiedet sich Antonia Gobiet in die Teilzeitpension. Der Tenor unter den Kolleginnen und Kollegen: Es ist ihr gelungen, den Kunstraum St. Virgil als Galerie, als Ort der Vernetzung zeitgenössischer Kunst in Salzburg und weit darüber hinaus zu etablieren. Die Vermittlung von kunsthistorischem Wissen gelang ihr über Formatkombinationen aus Seminar und Erlebnis, die viele Jahre zu den erfolgreichsten Veranstaltungen im Kunstbereich gehörten. „Menschen dafür zu begeistern, selbst zu Kunstschaffenden zu werden, führte zu jahrelang ausgebuchten Malseminaren. Beispielsweise mit dem Kurs Ikonenmalen gelang auch eine Brücke zwischen Spiritualität und Maltechnik“, berichtet Maria Schwarzmann, Pressesprecherin von St. Virgil.

Antonia Gobiet ist bestens in der Kunstszene vernetzt, was St. Virgil zahlreiche renommierte Gäste bei den von ihr initiierten Kunstgesprächen im Umfeld der Ausstellungen bescherte. „Antonia Gobiet engagiert sich in der Erzdiözese Salzburg für die Kunst als wesentlichen Teil der menschlichen Bildung und des menschlichen Ausdrucks. Kunst ist dabei eine Brücke zu Religion und Gesellschaft. Sie versteht es, diese Brücke beherzt mitzubauen“, sagt Hubert Nitsch, Kurator in St. Virgil und Diözesankonservator der Diözese Linz. Als Geschäftsführerin des Kardinal-König-Kunstfonds und -Preises bleibt die Salzburgerin dem Kunstbetrieb erhalten.

Autor:

Ingrid Burgstaller aus Salzburg & Tiroler Teil | RUPERTUSBLATT

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