Leserbrief
Begeisterung bei der Jugend

Pfarrer droht von der "Amtskirche" !! Auftrittsverbot, weil er sich zu wenig an liturgische Kriterien gehalten habe. Ich bin erschüttert über diese Meldung und frage mich, was wollen unsere "Oberhirten" ( Jesus war ein guter Hirte seiner Schafe) ...

In der Coronazeit habe auch ich fallweise das Angebot wahrgenommen, eine Messfeier über Fernsehen mitzufeiern. Ein Glücksfall war, dass ich eine Messe mit Pfarrer Reisenhofer mitfeiern konnte. Was mir besonders positiv auffiel, war die Tatsache mit welcher Begeisterung sehr viel Jugendliche an dieser Feier aktiv mitgewirkt haben. Aber auch allgemein war ich davon angetan, wie die Art und Weise der Gestaltung bei den Gläubigen ankam. Ein Freund hat mich am selben Tag noch angerufen, um mir mitzuteilen, mit welcher Freude er diesen Gottesdienst mitverfolgt und mitgefeiert hat.

Nun lese ich im Kurier, Ausgabe vom 21.10.2021, dass diesem Pfarrer von der "Amtskirche" !! Auftrittsverbot droht, weil er sich zu wenig an liturgische Kriterien gehalten habe. Ich bin erschüttert über diese Meldung und frage mich, was wollen unsere "Oberhirten" ( Jesus war ein guter Hirte seiner Schafe), solange an liturgischen Kriterien ( ich frage mich was das genau bedeutet) festhalten, bis die Gotteshäuser endgültig leer bleiben ??.

Ich erinnere mich an eine Gesprächsrunde wo eine Jugendliche an den Pfarrer die Frage stellte, ob es nicht möglich wäre einen Jugendgottesdienst in einer "anderen Form" zu gestalten, losgelöst von diesen streng liturgischen Kriiterien. Die Anwort, vor zirka 15 Jahren war, aber natürlich ist das möglich.

Es blieb nur bei der Antwort, ich hab es bis heute, in diesem Umfeld, nicht erlebt.

Gott sei Dank kenne ich einige Priester und weltliche Theologen welche die Bibel zeitgemäss auslegen und ich träume davon dass auch unsere "Oberhirten" endlich dem zweiten Vatikanischen Konzil folgend diesen Schritt setzen.

Hans Haider , Apetlon

Anmerkung der Redaktion:

Zu diesem Problem hat die kathpress eine Hintergrundinformation verbreitet, die wir im Sinne der Ausgewogenheit unseren LeserInnen nicht vorenthalten wollen:

Österreich/Kirche/Medien/Gottesdienstübertragung/ORF

Diözese Graz-Seckau: Vorerst keine ORF-Messen mehr aus Pfarre Hartberg

Stellungnahme der Diözese: Das "Gemeinsame im katholischen Glauben und in der katholischen Liturgie" muss auch bei TV-Übertragungen im Blick bleiben=

Graz, 20.10.2021 (KAP) Die Diözese Graz-Seckau hat entschieden, dass sie bis auf Weiteres keine ORF-III-Gottesdienstübertragungen aus der Pfarre Hartberg anbieten wird. Nachdem in Medienberichten von einer "TV-Sperre" gegen den Hartberger Pfarrer Josef Reisenhofer die Rede war, hat die Diözese am Mittwoch in einer Aussendung den Sachverhalt präzisiert. Zuvor hatte schon Diözesansprecher Thomas Stanzer gegenüber Kathpress bestätigt, dass es in dem Fall um notwendige liturgische Kriterien gehe, die eingehalten werden müssten, was nicht der Fall gewesen sei. Der Diözese geht es laut Aussendung aber nicht um ein "Verbot", wie in den Medien kommuniziert, sondern darum, "das Gemeinsame im katholischen Glauben und in der katholischen Liturgie, das uns weltweit verbindet, auch in den Fernsehübertragungen zu fördern".

Gegenüber Kathpress hielt die Diözese Graz-Seckau weiters die "ausgezeichnete Zusammenarbeit" mit dem ORF bei Gottesdienstübertragungen fest. Die redaktionelle Entscheidung und somit Letztverantwortung für die gesendeten Inhalte liege selbstverständlich beim ORF, wie die Diözese betonte.

Freiheit und Ordnung

Wie die Diözese in ihrer Aussendung vom Mittag erläuterte, zeichne sich die Sonntagsmesse vor allem dadurch aus, "dass sie einerseits Freiheiten in der liturgischen Gestaltung eröffnet und andererseits weltweit gleich gefeiert wird: mit einer gemeinsamen Leseordnung der biblischen Texte, mit gemeinsamen Gebetstexten, mit einem gemeinsamen Hochgebet über Brot und Wein und vieles andere mehr". Dieses Gemeinsame der Katholischen Kirche im Blick auf die Sonntagsmesse gelte es, "auch bei Fernsehübertragungen nicht aus den Augen zu verlieren und die Freiheiten in der liturgischen Gestaltung gleichzeitig zu nutzen".

Wie es bei den Übertragungen im Radio seit Jahrzehnten üblich ist, gebe es auch für Fernsehübertragungen liturgische, musikalische und übertragungstechnische Richtlinien und Vorgaben. Auch eine diözesane Begleitung sei fixer Bestandteil bei allen übertragenen Gottesdiensten in Radio und Fernsehen. Im April 2021 seien alle steirischen Übertragungsgemeinden, die in den Jahren 2021 oder 2022 einen ORF-Gottesdienst übertragen, zu einem Informationsaustausch eingeladen worden; die Pfarre Hartberg sei u.a. durch Pfarrer Josef Reisenhofer vertreten gewesen. Bei diesem Informationsaustausch wurden die Standards und Richtlinien einer Fernsehübertragung besprochen und vereinbart. Einige Tage darauf seien diese dann auch in schriftlicher Form als Zusammenfassung des Gesprächs den Übertragungsgemeinden zugeschickt worden.

Kein Verständnis für Vorgaben

Die letzten Erfahrungen mit der Pfarre Hartberg - konkret geht es um die Sonntagsmesse vom 11. Juli, übertragen vom Freizeitsee in Greinbach - sowie ein vergangene Woche stattgefundenes Nachgespräch hätten aber gezeigt, "dass die Standards und Vorgaben nicht eingehalten wurden und es auch nicht das Verständnis dafür gab, warum diese Standards einzuhalten sind", hielt die Diözese Graz-Seckau fest.

Als Diözese mit 388 Pfarren sei man "dankbar für jede Expertise und liturgische Erfahrung, die gemacht werden und die auch in Radio und Fernsehen die Vielfalt kirchlichen Lebens abbilden". Auch die Pfarre Hartberg wolle man ermutigen, "das Feld der 'digitalen Seelsorge' - und dazu gehören auch, aber nicht ausschließlich ihre Internetgottesdienste - weiterzuentwickeln". Man hoffe zudem in Richtung Pfarrer Reisenhofer, "dass wir betreffend Fernsehübertragung zu einer gemeinsamen Lösung kommen werden".

Die Übertragung der Gottesdienste aus Hartberg mit Pfarrer Reisenhofer via Internet-Livestream sind von der Verfügung der Diözese zudem nicht betroffen.

In der Aussendung der Diözese wird zudem darauf hingewiesen, dass 2022 nur "eine Handvoll" der ORF-TV-Übertragungen auf die eigene Diözese entfallen würden. Hier sollten nun auch andere steirische Pfarren zum Zug kommen, ergänzte Sprecher Thomas Stanzer. Man wolle gewährleisten, "dass die ganze Vielfalt der Gottesdienste in der Diözese Graz-Seckau im Fernsehen sichtbar ist", hieß es dazu in der Aussendung.

Autor:

Redaktion martinus aus Burgenland | martinus

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