FEDER_SPIEL
Der Gold(enstein)preis
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„Da streiten sich die Leutʼ herum oft um den Wert des Glücks. Der eine heißt den andern ‚dumm‘, am Endʼ weiß keiner nix ...“. Warum kommt mir dieses Lied in den Sinn, wenn ich die jüngste der mittlerweile unzähligen Nachrichten über das Kloster Goldenstein lese? Vielleicht, weil am Endʼ keiner mehr weiß, warum die Leutʼ dort herumstreiten. Ehrenwerte Personen, die sich in ihrem jeweiligen Graben verschanzt haben: Die drei Heldinnen der Saga, die Augustiner Chorfrauen, die am liebsten Schloss Goldenstein mit in den Sarg nehmen würden, koste es, was es wolle.
Das ist emotional verständlich, aber weder christlich noch menschlich gesehen reif. Der zuständige Propst und sein Berater, die auch mehr als drei Monate und 186.000 In-stragram-Follower nachdem das Dreiergespann die öff entliche Bühne betreten hat nicht wahrhaben wollen, dass es in dieser Geschichte nicht darum geht, wer im Recht ist, sondern wer sich wirklich barmherzig zeigt – so schwierig das in der verfahrenen Situation auch scheinen mag. Über Anwälte ist das Spiel nicht zu gewinnen, dabei gewinnen nur die Anwälte. Es braucht ein Weihnachtswunder. Sonst setzt irgendwann „das Schicksal den Hobel an und hobelt alle gleich“.
Monika Slouk
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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