FEDER_SPIEL
Brennende Frage
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Feuerbestattung oder Erdbestattung. Das war im 19. Jahrhundert nicht nur eine Frage der persönlichen Vorliebe. Das Thema entwickelte sich zu einer scharfen Trennlinie zwischen weltanschaulichen und politischen Positionen. Wer sich damals für die Feuerbestattung aussprach, setzte mit großer Wahrscheinlichkeit ein Zeichen gegen die konservative Kirchlichkeit. Die Kirche sah darin eine Provokation und reagierte mit einem Verbot. Von 1886 bis 1963 war die Kremation für Katholik:innen verboten. Heute kommen andere Aspekte ins Spiel, z. B. ökologische.
Ein menschlicher Körper besteht zu rund 60 % aus Wasser, die Einäscherung braucht viel Energie. Oder die Archäologie: Knochenfunde und DNA-Analysen erzählen viel über die Vergangenheit. Bei einer Einäscherung wird die DNA weitgehend zerstört.
Urnen provozieren die heutige Seelsorge nicht mehr. Wohl aber KI-generierte Trauerredner:innen, die eine Konkurrenz darstellen könnten. Die gute Nachricht: Wer sich Trauernden im seelsorglichen Gespräch wirklich zuwendet, hat keine künstliche Konkurrenz zu fürchten. Leider gibt es auch oberflächliche Begräbnisse. Dass Trauernde nach Alternativen dafür suchen, ist nachvollziehbar.
Monika Slouk
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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