Patrick Kluiber (48), Religionslehrer an der Handelsakademie und Handelsschule Stegersbach, im Porträt
Weltoffen und interessiert

Religionslehrer Patrick Kluiber: „Ich sehe die Chance, dass sich die jungen Leute im Unterricht mit sich, ihrer Herkunft und ihrer Religion auseinandersetzen und mehr über die Kultur und Geschichte unseres Glaubens erfahren.“
  • Religionslehrer Patrick Kluiber: „Ich sehe die Chance, dass sich die jungen Leute im Unterricht mit sich, ihrer Herkunft und ihrer Religion auseinandersetzen und mehr über die Kultur und Geschichte unseres Glaubens erfahren.“
  • Foto: Patrick Kluiber
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Seit 1997 unterrichtet Patrick Kluiber Religion. Der erfahrene Lehrer schätzt die Chance, den Schülerinnen und Schülern Werte zu vermitteln.

Das Berufspraktikum hat dem jungen Studenten so gut gefallen, dass für ihn klar war, dass er als Lehrer arbeiten will. Das macht der Burgenländer aus Königsdorf seit mehr als 20 Jahren. An der Handelsakademie und Handelsschule Stegersbach fühlt er sich sehr wohl. Die Schule ist klein, gut strukturiert und der Bezug zur Religion spielt im Alltag eine Rolle. Es gibt eine gute Kooperation mit der Gemeinde in Stegersbach und ihrem Pfarer Karl Hirtenfelder. „Die Gottesdienste sind ordentlich gestaltet. Hier trifft sich die Schulgemeinschaft. Das ist der Schule wichtig und das ist richtig feierlich – ein Höhepunkt“, betont Kluiber.
Auch das religiöse Leben der Schülerinnen und Schüler ist durchaus rege und interessiert. Sie besuchen im Advent Roratemessen und diskutieren im Unterricht auch schon einmal Fragen zum Pfarralltag, den Gottesdienst oder sogar über den Kirchenbeitrag. „Und sie kennen auch unseren Bischof Ägidius, der nur wenige Ortschaften weiter sein Elternhaus hat“, weiß der Religionslehrer.

Was kann Religionsunterricht bewirken? Patrick Kluiber formuliert es so: „Sich mit sich selbst, seiner Herkunft und Religion auseinanderzusetzen, mehr über die Kultur und Geschichte unseres Glaubens zu wissen.“ Insgesamt soll und kann Religionsunterricht identitätsstiftend sein, was ja für Jugendliche besonders wichtig ist – aber auch Weltoffenheit vermitteln. Da Religion kein Schularbeitsfach ist, dient die Stunde auch als Auszeit, in der sich die Schüler teilweise auch Dinge von der Seele reden können. Patrick Kluiber sieht weiters die Chance über Kunst zu sprechen und im Unterricht Persönlichkeiten der Kirche vorzustellen wie beispielsweise den seligen Franz Jägerstätter. Ein besonderes Projekt wird alljährlich mit den vierten Klassen organisiert. Sie besuchen das katholische Sozialprojekt Cenacolo für Suchtkranke. Vorab sammeln sie Lebensmittel. „Da sind die Schülerinnen und Schüler sehr interessiert und lassen sich darauf ein“, freut sich Patrick Kluiber.
Welche Bedeutung hat Religion an der Schnittstelle von Kirche und Gesellschaft? Eine große und für die Zukunft immer größere. Vielen Kindern, die pfarrlich wenig beheimatet und religiös auch wenig sozialisiert wurden, kann durch den Religionsunterricht Wertvolles vermittelt werden. Das gemeinsame Beten als Ritual zu Stundenbeginn, das Kennenlernen des kirchlichen Feierns zumindest bei den Schulgottesdiensten und die Bibel als Fundament unseres Glaubens.

Prämierter Winzer, Familienvater und Ehrenamtlicher. Eine zweite Leidenschaft Patrick Kluibers ist Uhudler. Der Familienvater von zwei Buben im Schulalter ist prämierter Winzer und pflegt die Tradition der alten Rebsorte Uhudler, die er sehr erfolgreich ausbaut. Im Wald arbeitet Patrick Kluiber an seinen freien Tagen auch gerne und in seiner Pfarre ist er ehrenamtlich engagiert. Was sagt er abschießend über seinen Beruf als Lehrer? „Gut macht man alles, was man selber gerne unterrichtet.“

WORDRAP

Patrick Kluiber (48)

Ausbildung: Matura 1990 am GRG III Hagenmüllergasse in Wien, Studium für das Lehramt an der Uni Wien in den Fächern Theologie und Italienisch.

Das sage ich gerne, wenn ich Arbeitszettel im Unterricht austeile: Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut

Das wünsche ich mir: Eine gemeinsame Religionsstunde für alle Schüler, egal welchen Bekenntnisses.

Meine Schülerinnen und Schüler sollen am Ende der Schulzeit sagen können:
Die Religionsstunden haben sich gelohnt.

Autor:

Gerald Gossmann aus Burgenland | martinus

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