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Vieles unter einem Hut
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Philipp Jurenich (46) ist Wahlwiener mit burgenländischen Wurzeln. Wie er die Katholische Männerbewegung und Erwachsenenbildung unter einen Hut bringt und wie ihn Begegnungen bereichern erzählt er im Gespräch, das CHRISTOPHER ERBEN aufgezeichnet hat.
„Es geht nur Schritt für Schritt“, erklärt Philipp Jurenich. „Alles auf einmal ist nicht möglich.“ Aufgewachsen in Parndorf, machte er die Matura an einer Tourismusschule und studierte anschließend Religionspädagogik in Wien-Strebersdorf. 2007 begann der begeisterte Wanderer in der Diözese Eisenstadt zu arbeiten. Gemeinsam mit einer Kollegin leitete er die Regionalstelle der Katholischen Jugend und Jungschar in Neusiedl am See. 2019 wechselte er ins Diözesanbüro nach Eisenstadt. Seit 2022 ist er in den Bereichen Erwachsenenbildung und Gemeindepastoral tätig: Er leitet die Regionalstelle Nord der Katholischen Erwachsenenbildung, sowie die Katholische Männerbewegung (KMB).
Philipp Jurenich: Abwechslungsreich, spannend und erlebnisreich – das ist mein Arbeitsalltag. Ich habe sehr viel mit Menschen zu tun, denen ich Kirche näherbringe. Das macht mir Spaß. Sowohl in der Erwachsenenbildung als auch in der Männerbewegung setze ich daher gerne Akzente und Schwerpunkte – angefangen bei der Organisation von Veranstaltungen bis hin zur Begleitung und Einbindung Ehrenamtlicher in den Pfarren. Gemeinsam mit ihnen möchte ich Impulse setzen: sei es durch Vorträge, Workshops oder spirituelle Angebote.
Veranstaltungen der Erwachsenenbildung sind für mich Möglichkeiten des Austauschs – mit den Teilnehmenden ebenso wie mit den Referent:innen. Besonders beeindruckt hat mich der inzwischen verstorbene Karl Richard Essmann, der theologische Inhalte mit Humor und Leichtigkeit vermitteln konnte. Auch Gerhard Mangott, Politikwissenschaftler aus Innsbruck, war bereits zu Gast bei uns – bei einem ökumenischen Themenabend in Neusiedl am See zum Thema Ukrainekrieg.
Ein besonderes Projekt ist der Bildungsfrühling – ein Format, in dem wir mit der Erwachsenenbildung direkt in die Pfarren gehen. Dieses Projekt haben wir im Vorjahr aus der Taufe gehoben. Allein im Frühjahr 2025 fanden in dessen Rahmen rund 30 Veranstaltungen statt, die von den Pfarren aus einem Katalog ausgewählt werden konnten. Eine Fortsetzung ist für 2026 geplant.
Neben den bewährten Angeboten der Katholischen Männerbewegung – wie Besinnungstagen, Nikolausaktion oder Dekanatsrunden – möchte ich künftig auch die Vater-Kind-Angebote verstärken. Mein Ziel ist es, Vätern mehr Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Erleben mit ihren Kindern zu geben. Gleichzeitig sollen von uns auch junge Väter angesprochen und neue Zugänge zur Kirche eröffnet werden. Auch sollen sie sich miteinander austauschen und vernetzen.
Ein besonderes Ereignis steht im Sommer bevor und auf dieses freue ich mich schon sehr: Am 30. August lädt die Katholische Männerbewegung zur Friedensprozession im Rahmen des Jahresthemas „Frieden und Versöhnung“. Der Weg führt von Mogersdorf nach St. Martin an der Raab. Nach einem Gebet am Grab des früheren Generalvikars Martin Korpitsch geht es weiter auf dem nach ihm benannten Weg.
Trotz meines Terminkalenders achte ich auf gute Balance zwischen Beruf, Engagement und Privatleben. Ich schöpfe Kraft aus der Natur, pflege Freundschaften, bewege mich viel – das alles hilft mir, die eigene Mitte zu behalten. Und der Glaube? Ja, der ist für mich eine tiefe persönliche Bereicherung. Ohne ihn würde mir vieles fehlen.
Infos und Termine: Katholische Männerbewegung (KMB): www.martinus.at/kmb
Erwachsenenbildung der Diözese: www.martinus.at/erwachsenenbildung
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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