Der Burgenländer und Ex-Caritas-Mann Christoph Schweifer wird Sonderbeauftragter für humanitäre Hilfe
Schweifer wird Regierungs-Berater

Expertise aus dem Burgenland: Christoph Schweifer berät künftig die österreichische Bundesregierung bei humani-
tärer Hilfe.
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Der gebürtige Kleinhöfleiner Christoph Schweifer berät die Bundesregierung künftig bei der Auslandskatastrophenhilfe, für die er als Generalsekretär bis 2019 in der Caritas zuständig war. Ihn reize „die Chance, mit deutlich mehr Mittel als bisher mitzugestalten“.

Die Bundesregierung setzt erstmals einen Sonderbeauftragten für humanitäre Hilfe ein, nachdem die Auslandskatastrophenhilfe zuletzt bereits für das heurige Jahr auf 50 Millionen Euro verdoppelt wurde. Und mit Christoph Schweifer (bis 2019 als Generalsekretär für Internationale Programme in der Caritas Österreich für genau diesen Bereich tätig) wurde ein ausgewiesener Fachmann gewonnen. Seit Mittwoch dieser Woche koordiniert Schweifer als Sonderbeauftragter gemeinsam mit der zuständigen Abteilung im Außenministerium die Erstellung von Vorschlägen für konkrete Ausschüttungen von humanitärer Hilfe.

Experte aus dem Burgenland. Der 14 Jahre lang als Generalsekretär in der Caritas-Führungsriege tätige gebürtige Burgenländer erklärte in einer Stellungnahme: „Wenn man sich 20 Jahre lang für humanitäre Hilfe eingesetzt hat und sich dann die Chance bietet, mit deutlich mehr Mittel als bisher mitzugestalten, kann man nicht Nein sagen.“ Jahrelang sei der Auslandskatastrophenfonds auf zehn Millionen Euro eingefroren gewesen, die jüngste Erhöhung biete die Möglichkeit, „zehntausenden Menschen zusätzlich zu helfen“. Auch NGOs, die sich in langandauernden Krisenländern wie Syrien, Jemen oder Ukraine engagieren, könnten sich durch die substanzielle Erhöhung der Mittel über eine deutlich verbesserte Planbarkeit freuen, sagte Schweifer. Sein künftiges Engagement für die Regierung will er zusätzlich zu seiner seit einem Jahr aufgebauten selbstständigen Tätigkeit ausüben.

„Kennt die Bedürfnisse vor Ort“. Schweifer bringe „langjährige Erfahrung im Bereich der humanitären Hilfe mit und kennt die Bedürfnisse vor Ort aus zahlreichen Einsätzen in Krisenregionen weltweit“, so das Außenministerium. Auch als Vorstand von „Nachbar in Not“ sei er für die Hilfsmaßnahmen nach Großkatastrophen verantwortlich gewesen, etwa nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti im Jahr 2010. Bei der Caritas habe er Entwicklungszusammenarbeit in der ganzen Welt „tragend mitgestaltet“.

Berufliche Laufbahn in der Diözese Eisenstadt gestartet. Schweifer, 1964 im burgenländischen Kleinhöflein geboren, begann seine berufliche Laufbahn als Sekretär der Katholischen Jungschar in der Diözese Eisenstadt. Er studierte Soziologie und Sozialmanagement. 1994 wurde Schweifer Direktor der Caritas Burgenland und wechselte 2005 in die Bundesebene der Organisation.Schweifer soll nun bei der Ausarbeitung der im Regierungsprogramm vorgesehenen gesamtstaatlichen Strategie für die humanitäre Hilfe beratend tätig sein. Dazu gehört nach Angaben des Ministeriums die Erhöhung der Planbarkeit bei der Hilfe für langanhaltende Krisen sowie die Mittelausschüttung zur effektiven Hilfe bei unvorhergesehenen Katastrophen. Zudem unterstütze er das Außenministerium bei der Koordination mit anderen Ressorts und der strukturierten Kommunikation mit österreichischen humanitären NGOs. Schweifer soll dabei mit der Austrian Development Agency (ADA) zusammenarbeiten.

Mittel werden mehr als verdoppelt. Die österreichische Bundesregierung hat heuer die Auslandskatastrophenhilfe von 25 auf 50 Millionen Euro jährlich verdoppelt. Bis zum Ende der Legislaturperiode sollen diese Mittel für Hilfe vor Ort weiter auf insgesamt 60 Millionen Euro jährlich erhöht werden. Damit werde der Auslandskatastrophenfonds gegenüber 2019 vervierfacht, wies das Ministerium hin. Gleiches gelte für die Basisförderung für das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR.

Autor:

Gerald Gossmann aus Burgenland | martinus

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