IM_LAND
Neuer Lobgesang
- Drei Ausgaben, alle solid gearbeitet und edel im Erscheinungsbild.
- Foto: Franz Josef Rupprecht
- hochgeladen von martinus Redaktion
Mit dem „Lobgesang“ erscheint in der Diözese Eisenstadt ein neues Gesangbuch als Ergänzung zum „Gotteslob“. Es bündelt überlieferte Kirchenlieder und schafft eine gemeinsame Grundlage für die Pfarren.
Die Diözese Eisenstadt hat ein neues diözesanes Gesangbuch veröffentlicht. Der „Lobgesang“, erschienen im Martins-Verlag, wird derzeit an die deutschsprachigen Pfarren im Burgenland verteilt. Er umfasst rund 400 Lieder, die im „Gotteslob“ nicht enthalten sind, und versteht sich als Dokumentation und Sicherung des überlieferten Liedguts.
Viele dieser Lieder wurden bisher in den Pfarren eigenständig gesammelt, oft nur mündlich weitergegeben und für das neue Buch erstmals mit Noten versehen.
Die redaktionelle Arbeit erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Pfarren. Federführend war Josef Pitzl (Apetlon), der bereits vor rund 20 Jahren Liedanhänge für verschiedene Pfarren erstellt hatte. An der Fertigstellung wirkten auch Christian Jeličić (Leiter des diözesanen Referats für Kirchenmusik), Mario Weber (Referent für Kirchenmusik) und Dechant Karl Opelka mit.
Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics schreibt dazu: „Die Diözese Eisenstadt legt im St. Martins-Verlag als Ergänzung zum ‚Gotteslob‘ eine Sammlung von eigenen und überlieferten Kirchenliedern vor, die den Gottesdienstfeiernden gut bekannt sind.“ Zugleich erinnert er daran, dass Pfarren in den vergangenen Jahren eigenes Liedgut gedruckt und verwendet haben. Die Neuauflage sei auch „aus Verantwortung rechtlichen Vorgaben gegenüber“ erfolgt.
Die Kirchenmusikerinnen und -musiker der Diözese hatten die Möglichkeit, das bewährte Liedgut einzubringen. Zsifkovics betont die Bedeutung der Kirchenmusik: „Ohne Organistinnen und Organisten, ohne Kantoren, ohne Kirchenchöre, ohne Schola- und Musikgruppen und ohne den bewährten Volksgesang, wären unsere Gottesdienste und Feiern ärmer.“ Der „Lobgesang“ solle dazu beitragen, „große Freude am Singen aller zu wecken“.
Im Vorwort von Bernhard Weinhäusel wird die lange Tradition des kirchlichen Liedgutes im Burgenland nachgezeichnet. Vor der Einführung einheitlicher Gesangbücher bestand „eine Vielfalt von allgemein im Umlauf befindlichen Liederbüchern“, daneben eine mündlich und handschriftlich überlieferte Liedtradition. Als besonders verbreitetes Werk wird das „Gebetbuch und vollständiger Liederkranz für Katholiken jeden Standes“ aus dem Jahr 1900 genannt.
Mit der Einführung offizieller Gesangbücher kam es zu einer stärkeren Vereinheitlichung. 1939 wurde „Die betende Gemeinde“ eingeführt, nach dem Zweiten Weltkrieg folgte 1948 der „Lobgesang“ als kirchenamtliches Gesangbuch. Seit 1975 ist im Burgenland das „Gotteslob“ in Verwendung.
Zugleich verweist das Vorwort auf Entwicklungen der letzten Jahrzehnte: „In den letzten Jahrzehnten wurden vor allem oft Texte dieser Lieder willkürlich verändert, manchmal aus falsch verstandenen theologischen Gründen.“ Dadurch sei „vieles an positiver echter Volksfrömmigkeit zunichte gemacht“ worden. Die neue Ausgabe habe daher die Aufgabe gehabt, „die ursprünglichen Liedtexte zu finden und vor allem ein dazugehöriges Orgelbuch zu erarbeiten“.
Der „Lobgesang“ ist in einer Standardausgabe (rot) um 21,90 Euro sowie in Edelausgaben (weiß oder schwarz) um jeweils 37,90 Euro erhältlich.
FJR
Bezug über den MartinsShop: Domplatz 2, 7000 Eisenstadt 02682 777 279 martinsshop@martinus.at
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.