Die beliebte Arbeiterwallfahrt konnte wieder stattfinden
Glaubensfest in Frauenkirchen

Frauenkirchen. Die Basilika im bekannten burgenländischen Wallfahrtsmekka wurde von Gläubigen aus dem gesamten Burgenland besucht.
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  • Foto: Franz Josef Rupprecht
  • hochgeladen von Redaktion martinus

Nach einjähriger Corona-Pause fand die traditionelle Arbeiterwallfahrt wieder statt – zum insgesamt 68. Mal. In Frauenkirchen kamen etwa 300 Gläubige aus dem Burgenland zu einem eintägigen Revival zusammen.

Gerald Gossmann

Fünf Personen waren wohl besonders glücklich, dass die Arbeiterwallfahrt wieder stattfinden konnte. Anna und Johann Harmtodt aus Neumarkt im Tauchental konnten so ein beachtliches Jubiläum feiern: Sie nahmen zum 60. Mal daran teil. Theresia und Alfred Geider aus Luising zum zwanzigsten Mal. Und Margarethe Lebitsch aus Strem zum dreißigsten Mal.

Platzhalter für Gott. Normalerweise war die Wallfahrt als zweitägige Veranstaltung geplant, wurden malerische Orte in Deutschland, Kärnten oder Salzburg besucht. Nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie blieb man heuer im Burgenland. „Wir wollten dem Jubiläum unseres Burgenlandes und der Feierlichkeit rund um 60 Jahre Diözese Eisenstadt Tribut zollen und einen burgenländischen Wallfahrtsort besuchen“, erklärt Andrea Lagler, Wallfahrtsorganisatorin. Und: „Wir wollten eine größere Reise noch nicht wagen.“ Die Pilgerfahrt stand unter dem Motto „Spiritualität, Synodalität und Solidarität“. Bischof Ägidius J. Zsifkovics, der an der Wallfahrt nicht teilnehmen konnte, weil er im Südburgenland einen neuen Seelsorgeraum eröffnete, betont: „Unsere Arbeiterwallfahrt hat sich tief in die Landkarte unseres Glaubens und Lebens eingeschrieben.“ Die 68. Arbeiterwallfahrt sei für Zsifkovics „ein deutliches Signal dafür, dass unser Burgenland dieses Glaubenszeugnis braucht, wenn es in Zukunft nicht verarmen will. Wirtschaft, Erfolg, Konsum, Vergnügen allein, werden auch morgen nicht die stabilen Fundamente unseres Lebens sein. Wo Vertrauen geübt, Dankbarkeit buchstabiert, Versöhnung gewagt und Leben zugemutet wird, hat auch Gott einen festen Platz.“ Und: „Wallfahrer sind immer Platzhalter für Gott in einer oft gottvergessenen und deshalb so egoistischen Welt.“

Spenden. Bischofsvikar P. Karl Schauer OSB stand der Messfeier in der Basilika als Hauptzelebrant vor, gemeinsam mit dem Frauenkirchner Stadtpfarrer P. Thomas Lackner OFM und dem langjährigen KAB-Seelsorger Ernst Pöschl. Jedes Jahr unterstützen die TeilnehmerInnen an der Arbeiterwalfahrt auch ein soziales Projekt mit ihren Spenden – dieses Mal ging das „Solidaritätsopfer“ in Höhe von 1.030,- Euro an den „Bischof Ägidius-Lehrlingsfonds“, der benachteiligte Lehrlinge in ihrer Ausbildung finanziell unterstützt. Am Nachmittag besichtigten die TeilnehmerInnen das Kloster und die Basilika Frauenkirchen. Es gab auch die Möglichkeit, durch das Dorfmuseum in Mönchhof und die Ausstellung im Schloss Halbturn geführt zu werden. Die Wallfahrt, an der etwa 300 Gläubige aus dem gesamten Burgenland teilnahmen, wurde mit einer Marienandacht beschlossen.

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Redaktion martinus aus Burgenland | martinus

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