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Geistige Tankstelle
- Kanonikus Brei segnete Altar und Ambo.
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Am 13. September 2025 jährte sich zum 100. Mal der Weihetag der Filialkirche zur hl. Anna in Rehgraben, Pfarre Gerersdorf bei Güssing.
Am darauffolgenden Sonntag, dem Fest Kreuzerhöhung wurde dieses Jubiläum feierlich begangen. Über Bitte von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics, der kurzfristig wegen der Weihe und Amtseinführung des neuen Bischofs der Nachbardiözese Murska Sobota absagen musste, leitete Kan. Franz Brei, Kreisdechant und Stadtpfarrer von Jennersdorf, den Dankgottesdienst, unterstützt von Pfarrer Josip Banfić und Pfarrer emer. Karl Strobl. Diakon Erich Miksits, aus Rehgraben gebürtig, assistierte. Bei dieser Gelegenheit wurden auch der neue Altar und der Ambo gesegnet.
In seiner Predigt verwies Brei auf die Ursehnsüchte der Menschen nach Glück, Zufriedenheit und vor allem auf Frieden. Angesicht der vielen kriegerischen Auseinandersetzungen in der heutigen Zeit ist die Sehnsucht auf Frieden groß. Wo Menschen in unserer kleinen Welt in Unfrieden leben, ist es nicht gut, dass sie jede Versöhnung verweigern, sich in ihre Blase zurückziehen und darin stur verharren.
Die Menschen beschreiten zur Erfüllung dieser Sehnsüchte immer wieder Wege, die sich letztlich als Trugschlüsse erweisen, so der Festprediger. Einzig Jesus – der von sich sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben – sei der Garant für die Erfüllung dieser Sehnsüchte. Das kleine Gotteshaus hier in Rehgraben könne als „geistige Tankstelle“, an der „Himmel und Erde einander berühren“, verstanden werden.
Der Gottesdienst wurde feierlich umrahmt vom Singkreis Gerersdorf b. G. unter der Leitung von Franz Stangl und Michaela Kalch sowie von den Sängerinnen und Sängern des Kirchenchors.
Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Chronik „Kleine Kirchengeschichte“, bei der Martina Fischl-Radakovits mitgewirkt hat, vorgestellt.
Den anschließenden Frühschoppen gestaltete die Feuerwehr Rehgraben. Die Feuerwehr Rehgraben nimmt übrigens nicht nur an den kirchlichen Prozessionen der Pfarre teil, sondern rückt bei jedem Begräbnis in der Ortschaft aus.
- Jubiläumsmesse in der rührigen Filialgemeinde.
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ZENTRAL SEIT 100 JAHREN
Der Bau dieses Gotteshauses – vor 100 Jahren in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – konnte nur aufgrund der Stiftung von Anna Pendl angegangen werden, wobei sich besonders der Gastwirt Josef Wukovits und Bürgermeister Franz Hopizan sen., unterstützt von vielen Helferinnen und Helfern, bei der Realisierung dieses Projektes hervorgetan haben.
Als Patronin für das Gotteshaus wurde die hl. Anna, in Anlehnung an den Taufnamen der Stifterin, gewählt.
Die Sakristei dürfte erst im Jahr 1930 angebaut worden sein.
Im Jahre 1954 wurde von Meister Johann Pomper, Güssing, im Nazarener-Stil die Kirche mit Fresken (an der Decke die vier Evangelisten) versehen. Diese wurden im Zuge der Innen- und Außenerneuerung des Gotteshauses im Jahre 1999 von Malermeister Bauer, Königsdorf, und seinem Mitarbeiter Franz Göllinger aufgefrischt.
1975/76 wurden auf dem gemeindeeigenen Vorplatz zur Kirche, auf dem bis dahin zwei Trauerweiden standen, Waschbetonplatten gelegt. Etwa in diese Zeit fällt auch die Errichtung des neuen Kriegerdenkmales, eines der früheren Werke von Thomas Resetarits. Eine weitere Neugestaltung des Platzes erfolgte, auch diesmal wieder im Zusammenwirken von Filiale und Gemeinde, im Jahr 2005.
Heute werden noch immer drei Kirtage (am Ostermontag, am Sonntag nach dem Gedenktag der hll. Joachim und Anna, 26. Juli, und am Sonntag nach dem Weihetag der Kirche, 13. September) gefeiert. Gegenwärtig laden dann die Feuerwehr bzw. der Tennisclub zum Frühschoppen. Traditionsreich ist auch der Gottesdienst am Festtag des hl. Stephanus, Diakon und erster Märtyrer. Sonst wird regelmäßig – abwechselnd mit Sulz und Steingraben – eine Vorabendmesse zum Sonntag sowie eine Wochentagsmesse (am Dienstag) gefeiert.
HERBERT HAFNER
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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