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Christliche Symbolik von Kerze & Licht
- Bischof Ägidius gratuliert Sr. M. Eveline Nabinger SDR am Tag nach Mariä Lichtmess zu 70 Jahren im Orden der Erlöserschwestern.
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Bei der Stadtwallfahrt auf den Oberberg in Eisenstadt am 2. Februar feierte Bischof Ägidius J. Zsifkovics die Messe zur Monatswallfahrt und hielt eine Predigt zum Fest Mariä Lichtmess.
In den Mittelpunkt stellte er die Symbolik der Kerze als Zeichen für Jesus Christus, das Licht der Welt. An diesem Tag würden nicht nur Kerzen gesegnet und Lichterprozessionen gehalten, sondern meist auch der Blasiussegen gespendet. Die Kerze sei die kürzeste Beschreibung dessen, was an diesem Fest gefeiert werde.
Die Lichtsymbolik habe in allen Religionen eine grundlegende Bedeutung, so auch im Christentum. Der Evangelist Johannes beschreibe die Menschwerdung Gottes nicht mit Bildern von Krippe und Hirten, sondern mit dem Bild vom Licht: „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.“ Auch Lukas greife dieses Motiv auf, wenn Simeon im Tempel Jesus als das ersehnte Licht erkenne, das Hoffnung für alle Menschen bringe.
BEGLEITUNG AN LEBENSWENDEN
Die gesegneten Kerzen seien Hinweis auf Christus, der gerade in einer Welt voller Orientierungslosigkeit, Zerrissenheit und Bedrohung gebraucht werde. Bei der Taufe werde dieses Licht mit der Taufkerze weitergegeben. Von da an begleite die Kerze das Leben eines Christen von der Geburt bis zur letzten Stunde. Sie stehe für den Glauben, der die Herzen erleuchten solle. Bei Erstkommunion, Firmung und Hochzeit werde dieses Zeichen erneut aufgegriffen. Die Hochzeitskerze bringe zum Ausdruck, dass zwei Menschen einander Licht sein wollen und Verantwortung für andere übernehmen.
Auch bei Professfeiern von Männern und Frauen des geweihten Lebens stehe die Kerze für Treue und Weitergabe des Glaubens. Die Wetterkerze erinnere daran, dass Christus in Sorgen und Nöten beistehe. Die Sterbekerze und die Kerzen auf den Gräbern drückten die Hoffnung aus, dass Gott auch in der Dunkelheit des Todes nicht allein lasse. Das Ewige Licht in den Kirchen verweise auf die bleibende Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie.
DANK AN ORDENSLEUTE
Am Fest der Darstellung des Herrn werde zugleich der Tag des geweihten Lebens begangen. Papst Johannes Paul II. habe diesen Gedenktag eingeführt, um Ordensleute an ihre Berufung zu erinnern. Sie erneuerten dabei ihr Treueversprechen und ihre Bereitschaft zum Dienst mit einer brennenden Kerze in der Hand. Bischof Zsifkovics dankte allen Ordensleuten für ihr Glaubenszeugnis und ihren Einsatz: Ohne ihr Ordenscharisma und ihren Dienst wäre die Diözese nicht nur personell, sondern auch spirituell ärmer, viele pastorale Aufgaben und die sakramentale Versorgung könnten nicht gewährleistet werden.
Der Tag des geweihten Lebens sei zugleich Einladung an alle Getauften, ihre eigene Berufung neu zu entdecken und ihre Talente in Kirche und Gesellschaft einzubringen. Wie Simeon seien die Gläubigen gekommen, um Christus zu begegnen und das Licht weiterzugeben, das Orientierung und Wärme schenke.
Abschließend wurde auf die nächste Monatswallfahrt am Oberberg (2. März) hingewiesen. Propstpfarrer P. Lorenz Voith CSsR möchte die Bergkirche zu einem lebendigen Ort des Glaubens und der Begegnung machen und besonders auch Menschen ansprechen, die sich von der Kirche entfernt haben.
FJR
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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