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Burgenländer übernehmen Leitung in Mariazell
P. Christoph Pecolt OSB wird mit 1. November Superior des österreichischen Nationalheiligtums. Sein Mitbruder P. Aaron Laun OSB übernimmt die Leitung des Seelsorgeraums Mariazell. Beide stammen aus dem Burgenland.
Der aus Neudörfl an der Leitha stammende Benediktiner P. Christoph Pecolt übernimmt mit 1. November 2026 das Amt des Superiors von Mariazell. Sein Mitbruder P. Aaron Laun aus Baumgarten wird neuer Leiter des Seelsorgeraums Mariazell. Die personellen Veränderungen hat der Abt des Benediktinerstiftes St. Lambrecht, Alfred Eichmann, bekanntgegeben.
Hintergrund ist, dass der bisherige Superior P. Michael Staberl nach mehr als 20 Jahren Dienst in Mariazell um eine Sabbatzeit gebeten hat. Staberl hatte das Amt 2016 von P. Karl Schauer übernommen, der von 1992 bis 2016 Superior war. Beide Benediktiner sind Mitglieder von St. Lambrecht.
P. Christoph Pecolt ist 52 Jahre alt und gehört seit 1995 dem Benediktinerstift St. Lambrecht an. Nach seinem Theologiestudium in Wien und Salzburg wurde er 2005 zum Priester geweiht. Er war Pfarrer in Mariahof und St. Lambrecht und ist seit 2016 als Pfarrer im Seelsorgeraum Mariazell tätig. Mit der neuen Aufgabe übernimmt er die Verantwortung für die Wallfahrt zum österreichischen Nationalheiligtum sowie für die Priestergemeinschaft im benediktinischen Kloster, dem „Geistlichen Haus“. Zu seinen Aufgaben gehören auch die Verantwortung für die Wallfahrtsseelsorger, die mehr als 20 Angestellten und die wirtschaftliche Organisation.
In einem Brief an die Öffentlichkeit bezeichnet Pecolt Mariazell als einen für ihn persönlich besonderen Ort der Begegnung, des Dialogs und des Friedens. Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft könnten hier innehalten und gemeinsam ihren Glauben feiern. Besonders Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus den Nachbarländern seien dem Heiligtum verbunden. In Gegenwart der Gnadenmutter und auf ihre Fürsprache hin fänden jährlich Zehntausende Hoffnung und Trost, Versöhnung und inneren Frieden – manchmal auch beim Entzünden eines Lichtes in der Kerzengrotte.
Während seiner bisherigen Tätigkeit in Mariazell habe er neben den Aufgaben als Pfarrer auch die verschiedenen Wirkungsbereiche der Wallfahrt kennengelernt. Im Sinne der benediktinischen Gastfreundschaft habe er sich zudem um das Wohl der Gäste im Haus gekümmert, besonders während der alljährlichen Sommerkonferenz der Österreichischen Bischöfe. Als wertvoll bezeichnet Pecolt auch das jährliche mehrtägige Treffen mit Verantwortlichen vergleichbarer deutschsprachiger Marienwallfahrtsorte wie Altötting, Kevelaer und Einsiedeln.
DA SEIN FÜR SUCHENDE UND FRAGENDE
Seinen beiden Vorgängern dankt Pecolt für deren langjährigen Einsatz für das Marienheiligtum. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wolle er Mariazell in eine gute Zukunft begleiten. Der Wallfahrtsort solle für Pilger, Suchende und Fragende ein Ort sein, der über einen religiös geprägten Tagesausflug hinaus spirituellen Tiefgang ermögliche, der im persönlichen Alltag trägt.
„Unsere Welt braucht heute mehr denn je solche ‚Hoffnungsorte‘“, schreibt Pecolt. Es brauche Orte des gelebten Glaubens und einer ehrlichen Gemeinschaft sowie Menschen, die auf Schwächere Rücksicht nähmen und Langsameren unter die Arme griffen, damit letztlich niemand zurückbleibe oder allein gelassen werde. In der Darstellung der Mariazeller Gnadenstatue zeige Maria bewusst auf Jesus. Die biblische Botschaft laute: „… auf IHN sollt ihr hören.“
Pecolt lädt alle ein, nach Mariazell zu kommen – zu Fuß, mit dem Fahrrad, Motorrad, Auto, Autobus oder mit der Mariazellerbahn von St. Pölten.
Der Wallfahrtsort geht auf eine im 12. Jahrhundert errichtete Klosterzelle des Benediktinerstiftes St. Lambrecht zurück, das heuer sein 950-jähriges Bestehen feiert. Mariazell entwickelte sich zu einem bedeutenden mitteleuropäischen Zentrum der Marienverehrung. Im Mittelpunkt steht die spätromanische Gnadenstatue, die als „Magna Mater Austriae“, als Große Mutter Österreichs, verehrt wird.
Neben Pecolt und Laun ist seit 1. September 2026 auch der Priester Petr Souček aus der Erzdiözese Olmütz in Mariazell tätig. Er wird für einige Zeit als Wallfahrtsseelsorger mitarbeiten.
EINLADUNG ZUR AMTSEINFÜHRUNG
Der neue Superior von Mariazell, P. Christoph Pecolt OSB, und der neue Leiter des Seelsorgeraums Mariazell, P. Aaron Laun OSB, werden von Abt Alfred Eichmann OSB, (Stift St. Lambrecht) in einem Festgottesdienst am Freitag, 6. November, um 18:30 Uhr in der Basilika Mariazell in ihre Aufgaben eingeführt. Anschließend sind alle Mitfeiernden zu einer Agape eingeladen.
RED
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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