Kurhaus Marienkron befragt Fastenverhalten
Wie fasten die Österreicher?

Vorsatz. Hierzulande ist das Fasten beliebt – auch um abzunehmen. Doch davon raten Experten ab.
  • Vorsatz. Hierzulande ist das Fasten beliebt – auch um abzunehmen. Doch davon raten Experten ab.
  • Foto: Marienkron / Steve Haider
  • hochgeladen von Gerald Gossmann

Das Kurhaus Marienkron in Mönchhof hat in einer Umfrage erhoben, wie die ÖsterreicherInnen fasten und was sie darüber wissen.

Vier von zehn Österreichern haben sich für das neue Jahr vorgenommen zu fasten. 500 Menschen haben dazu im Rahmen der Umfrage des Kurhauses Marienkron Fragen zum Thema beantwortet. Dabei sind spannende und teils unerwartete Ergebnisse herausgekommen. In den meisten Fällen wird als größte Motivation dafür das Abnehmen angegeben. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dieser Wert von 30 auf 60 Prozent sogar verdoppelt.

Abnehmen als Motivation. Auffallend ist, dass das Bedürfnis, durch Fasten abzunehmen, bei Frauen (70 Prozent) deutlich stärker ausgeprägt ist als bei Männern (47 Prozent). Fasten ist jedoch nicht die optimale Ernährungsform zum Abnehmen, erklärt die Ärztin Ulrike Göschl vom Kurhaus Marienkron: „Fasten ist keine Diät zum Abnehmen, dazu ist die Kalorienzufuhr auf Dauer viel zu niedrig und es würde zu einer Minderversorgung wichtiger Nährstoffe kommen.“ Doch nicht nur abnehmen, sondern auch der Wunsch, seinen Körper zu reinigen und zu entgiften, ist ein Beweggrund. Jeder Dritte setzt auf Fasten, um sich besser zu fühlen. Laut Marienkroner Fastenumfrage fastet bereits jeder Fünfte ganz bewusst „zur Gesundheitsvorsorge“ und jeder Siebte will durch den bewussten Verzicht die Immunabwehr steigern. Laut der Marienkroner Umfrage ist das Intervallfasten die beliebteste Fastenart der ÖsterreicherInnen. Sechs von zehn Befragten sind damit vertraut. Bei dieser Fastenform wechselt man zwischen Nahrungsphasen und Nahrungskarenz, meistens im 16:8 Stunden-Rhythmus. Bei den Befragten ebenfalls sehr bekannte Fastenformen sind das Heilfasten (49 Prozent), das Suppenfasten (35 Prozent) und das Saftfasten (32 Prozent). Mehr als die Hälfte ist sich einig, dass sich Fasten positiv auf den Körper auswirkt. Vor allem die Wirkung auf den Stoffwechsel (39 Prozent) und auf die Senkung des Bluthochdrucks (24 Prozent) sind unter den Umfrageteilnehmern bekannt. Jeder Dritte ist überzeugt, dass Fasten die Darmflora ins Gleichgewicht bringt und für jeden Fünften hat die Nahrungskarenz eine stärkende Wirkung auf das Immunsystem.

Essverhalten während des Lockdown. Die letzten Monate sind nicht spurlos am Ernährungsverhalten der ÖsterreicherInnen vorbeigegangen. Die Umfrage zeigt, dass 17 Prozent aufgrund des Lockdowns begonnen haben, sich gesünder zu ernähren. Von den Befragten gaben 15 Prozent an, sich gemüsebetonter ernährt zu haben. Nur wenige (13 Prozent) gaben an, während des Lockdowns mehr gegessen zu haben.

Autor:

Gerald Gossmann aus Burgenland | martinus

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