IM_LAND
Dienerin zweier Herren

Elisabeth Wertz  | Foto: Josef Miklos

Elisabeth Wertz (33) ist Pastoralassistentin im Seelsorgeraum zum Heiligsten Herzen Jesu, zu dem die Pfarren Pinkafeld, Grafenschachen und Kitzladen gehören. Aber nicht nur in den Pfarren ist sie im Einsatz.

Aufgezeichnet hat das Gespräch mit ihr
CHRISTOPHER ERBEN

„Ich bringe Familie, Kinder und zwei Berufe unter einen Hut“, strahlt Elisabeth Wertz. „Das ist mit der Unterstützung meiner Eltern und meines Mannes möglich.“ Aufgewachsen in Oberwart, engagierte sie sich ehrenamtlich in ihrer Heimatpfarre. Nach der Matura studierte Elisabeth Wertz Religionspädagogik an der Universität Wien und absolvierte anschließend sowohl das Unterrichtspraktikum als auch das Pastoralpraktikum gleichzeitig. Sie ist Religionslehrerin an der Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) in Pinkafeld und an der BAFEP Oberwart und arbeitet parallel als Pastoralassistentin im Seelsorgeraum zum Heiligsten Herzen Jesu mit den Pfarren Pinkafeld, Grafenschachen und Kitzladen. Sie ist verheiratet, Mutter zweier Kinder und lebt in Neumarkt.

Elisabeth Wertz: Bereits als Schülerin wollte ich Pfarre und Beruf miteinander verbinden. Dieser Wunsch ging vor Jahren in Erfüllung. Wenn ich im Unterricht bin, sehne ich mich nach den drei Pfarren und den Menschen dort, mit denen ich viel zu tun habe. Ja, mein Herz schlägt schon seit Jahren für beide Aufgaben, weshalb ich auch beide Ausbildungen parallel absolvieren wollte. Alle Gemeindemitglieder in den Pfarren zu erreichen, schaffe ich zwar nicht, jedoch Kinder in der Jungschar für den Glauben zu begeistern, ist etwas Wunderschönes. Denn das, was ich in meiner Kindheit in der Pfarre erlebt habe, kann ich an sie weitergeben. Meine beiden Kinder sind mir dabei eine große Stütze, weil sie mich bei meinen Vorbereitungen unterstützen. Sind sie von meinen Ideen und Überlegungen begeistert, weiß ich, dass sie auch bei meinen Jungscharkindern sowie Schüler:innen gut angenommen würden.

Es braucht immer wieder Vorbilder, die den Weg des Glaubens verfolgen. Darin sehe ich auch meine Aufgabe als Pastoralassistentin, solche Schätze zu heben. Was mich deshalb besonders freut, ist, dass sich eine Jugendliche in unserer Pfarre besonders engagiert. Sie ist auch bereit, neue Methoden bei der Glaubensvermittlung einzusetzen, um Menschen in der Pfarre zu erreichen und sie von Gott zu überzeugen.

Dass „Er“ wirkt, konnte ich zum Beispiel vor Jahren erleben, als drei Kinder und einige Erwachsene schwer erkrankt waren. Wir haben in den heiligen Messen in der Pfarrgemeinde immer wieder für sie gebetet. Das hat ihnen geholfen. Ein Kind ist genesen, ein weiteres lebt mit der Erkrankung. Das führte mir vor Augen, dass Gott Wunder wirken kann. Wir müssen nur fest daran glauben, was mir in der Pfarrkirche am besten gelingt.

Als Pastoralassistentin habe ich aber nicht nur mit Kindern und Liturgie zu tun, sondern ich kümmere mich viel um Organisatorisches wie etwa die Betreuung der Website oder des Pfarrblattes – was mir großen Spaß macht. Auch habe ich vieles durch Büroarbeit zu erledigen, was Außenstehende nicht immer bemerken. Aber auch diese Abwechslung schätze ich sehr.

Ja, ich wollte mich immer schon in zwei Berufen engagieren, weil ich an ihnen wachse und sie mein Leben bereichern. Stünde ich wieder vor der Wahl, würde ich diesen Weg erneut einschlagen. Ganz bestimmt.

Autor:

martinus Redaktion aus Burgenland | martinus

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