Großes Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg für Msgr. Rudolf Bischof
Die gute Seele der Diözese

Bischofsvikar Monsignore Rudolf Bischof  bei der Priesterweihe von Mathias Bitsche in „seinem“ Dom in Feldkirch am 24. Juni 2016.
  • Bischofsvikar Monsignore Rudolf Bischof bei der Priesterweihe von Mathias Bitsche in „seinem“ Dom in Feldkirch am 24. Juni 2016.
  • Foto: Philipp Pasolli
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Generalvikar i. R. Monsignore Rudolf Bischof wurde am Nationalfeiertag im Landhaus von Landeshauptmann Markus Wallner für sein Lebenswerk mit dem großen Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg ausgezeichnet. Rudolf Bischof hat in seinen vielen Funktionen für Kirche und Land Großes geleistet und ist dabei ein warmherziger Seelsorger geblieben.

Wolfgang Ölz

Rudolf Bischof, geboren 1942 in Bezau, trat 1961 ins Innsbrucker Priesterseminar ein. Im Juni 1967 wurde er in Dornbirn-Schoren von Bischof Bruno Wechner zum Priester geweiht. Nach seinen Kaplansjahren in Frastanz wirkte er ab 1972 in Lustenau-Kirchdorf, ab 1977 war Bischof Pfarrprovisor in der damals neuen Pfarre zum Guten Hirten in Lustenau-Hasenfeld. 1986 kehrte er als Regens ins Innsbrucker Priesterseminar zurück. 1996 wurde Bischof Dompfarrer in Feldkirch, ab 2013 war er Generalvikar der Diözese Feldkirch und damit auch Herausgeber des Vorarlberger KirchenBlattes. Seit 2019 ist er als Pensionist als Bischofsvikar vermehrt für die Priesterseelsorge und Fragen der kirchlichen Kunst tätig.

Spirituell und charmant

Generalvikar Hubert Lenz beschreibt seinen Vorgänger als Generalvikar so: „Er ist ein guter Zuhörer und Seelsorger, ein guter Pfarrer und Prediger, ein Brückenbauer, ein Kunstspezialist, ein guter Geschichtenerzähler und Unterhalter. Er ist ein tief spiritueller Mensch und dabei humorvoll und charmant. Er ist so etwas wie der Papa der Diözese.“ Für Lenz war es immer etwas Spezielles, wenn das Wort zum Sonntag in der größten Vorarlberger Tageszeitung Rudolf Bischof geschrieben hat.

Wia goht‘s dem Rudl?

Fabian Jochum hat die Aufgabe des Dompfarrers von Rudolf Bischof übernommen. Er sagt: „‚Rudl‘ ist ein Sakramentenspender. Dabei meine ich nicht nur die sieben klassischen Sakramente, sondern Sakrament in einem umfassenden Sinn. Denn jedes Gespräch mit Menschen aus der Verbundenheit mit Gott ist ein Sakrament.“ Bischof versteht sich gerade auf diesen seelsorglichen Kontakt mit den Menschen besonders. „Rudl begrüßte beispielsweise die Ministrant/innen vor dem Gottesdienst in der Sakristei so herzlich, dass sich die Kinder immer ganz willkommen und gesehen fühlen konnten“, erzählt Jochum. Auch in Lustenau ist er immer noch sehr präsent, und die Leute fragen Fabian Jochum oft: „Wia gohts dem Rudl?“ Er sei froh, nach einer ernsten Erkrankung von Rudolf Bischof sagen zu können, dass „Rudl“ genesen und auch schon wieder aktiv sei.

Ein Verdienstzeichen für so vieles

Es wäre nicht Rudolf Bischof, wenn er die nun verliehene Landesauszeichnung nicht bescheiden im Namen aller Menschen angenommen hätte, die mit ihm auf seinem Lebensweg gegangen sind, um „die Botschaft Jesu in unserer Zeit Mensch werden zu lassen“. Mit all seinen eingangs aufgezählten Lebensstationen verbinde er schöne Erinnerungen: Als Kaplan in Frastanz denkt er an das „wunderschöne Zusammensein mit der Jugend“. Mit Lustenau-Hasenfeld verbindet er die tatkräftige Mithilfe der Gläubigen bei der Errichtung des Pfarrzentrums. An der Zeit als Regens in Innsbruck schätzt er die enge Zusammenarbeit mit den Lehrenden der Universität. Und auch die Zeit als Dompfarrer war schön - vor allem das Engagement bei der Renovierung der Bischofskirche und das Feiern der Liturgie mit seinen Lieblingskunstwerken, den Altären von Herbert Albrecht und Wolf Huber, sind ihm besonders in Erinnerung geblieben. Ein Höhepunkt seines Priesterlebens ist für Rudolf Bischof aber seine „wunderbare Zusammenarbeit“ als Generalvikar mit Bischof Benno Elbs.

Jesu Augen

Rudolf Bischof freut sich, dass heute die Stimmung in der Kirche und speziell bei den Priestern positiver geworden ist und Gegensätze mehr im Gespräch aufgearbeitet werden. Die Stärke der Kirche sieht er darin, dass sie unserem Leben einen tiefen Sinn geben kann und wünscht sich: „Wir sollen die Augen Jesu in unseren Augen wieder lebendig werden lassen!“

(aus dem KirchenBlatt Nr. 42 vom 21. Oktober 2021)

Autor:

KirchenBlatt Redaktion aus Vorarlberg | KirchenBlatt

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