W‘ortwechsel in St. Arbogast
10 Gespräche, 1.000 Themen

W‘ortwechsel-Open-Air: Wenn Corona Hausbesuche unmöglich macht, dann weichen die W‘ortwechsler/innen eben unter den freien Himmel aus.
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  • W‘ortwechsel-Open-Air: Wenn Corona Hausbesuche unmöglich macht, dann weichen die W‘ortwechsler/innen eben unter den freien Himmel aus.
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Zum W'ortwechseln findet man sich normalerweise bei Freunden zu Hause ein. Aber was ist derzeit schon normal? Deshalb entdeckte der W'ortwechsel heuer das Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast für sich. Und siehe da: Es passte perfekt.

Veronika Fehle

Wenn die Parkplätze Mangelware werden, dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast etwas Größeres stattfindet. So wie am vergangenen Wochenende. Eines der drei „Gs“ in der Tasche und schon war man mitten drin im kleinen „W'ortwechsel-Festivaldorf“ von St. Arbogast.

Alles, was der Rede wert ist. Kurz zur Erklärung: Der W'ortwechsel entstand aus dem Wunsch heraus, den Kontakt zu Menschen, die man nicht jeden Sonntag in den Kirchenbänken antrifft, zu suchen, zu finden und zu etablieren. Der W'ortwechsel sollte Menschen zusammenbringen, zu Hause, in den eigenen vier Wänden, in kleinen Gesprächsrunden mit je einem besonderen Gast, also einer bekannten und interessanten Persönlichkeit, die etwas zu sagen hat. Die Themen waren von Anfang an frei wählbar. Wenn Glaube, Kirche und was weiß Gott alles eine Rolle spielten, gut. Wenn nicht, auch gut. Nun war das mit den „Hausbesuchen“ in den letzten Monaten ja eher schwierig. Also „wanderte“ das W'ortwechsel-Team rund um Simone Fürnschuß-Hofer einfach nach St. Arbogast aus. Hier schlugen sie am vergangenen Wochenende zehn kleine Freiluft-Wohnzimmer auf - und los ging es.

Von Station zu Station

Auf einer Wiese hinter dem Gästehaus 3 traf man da beispielsweise auf Philipp Lingg. Mit den „Holstuonarn“ gelang ihm der große Durchbruch. Und als der Erfolg so richtig an Fahrt aufnahm, traten er und seine Band auf die Bremse. Eine Stufe weiter unten, auf der Terrasse vor Gästehaus drei, saß Edith Klinger in interessierter Runde. Ihres Zeichens Unternehmerin waren da die nicht etwa Gewinnmaximierung oder die Senkung der Personalkosten Thema, sondern die Verantwortung der Unternehmenden für die Produktionskette, die Umwelt, die arbeitenden Menschen. Auf den Schriftsteller Robert Schneider traf man dann vor der Kapelle von St. Arbogast. Was er aus der Pandemie für sich gelernt habe? Dass gerade die Stillen, die die es nicht wagten, ihre Stimmen zu erheben, der Rede wert sind.

Im Schatten eines großen Baumzeltes hörte man Propst Martin Werlen aus St. Gerold erzählen. Davon, dass unterschiedliche Meinungen zu Corona derzeit sogar ganze Familien spalten und davon, dass Dummheit gefährlicher ist, als Boshaftigkeit. Bei Matthias Neustädter, ORF-Redakteur und Moderator der Call-in-Sendung „Neues bei Neustädter“, ging es um Gender, um geschlechtergerechte Sprache und darum, die eigene Meinung auch aussprechen zu können.

Wie zerbrechlich Sicherheit ist, darüber philosophierte Bischof Benno Elbs und zwei Steinwürfe berichtete Sabine Klotz von ihrem Engagement für Bildung in Nepal. Maria Neuschmid erzählte von ihrem harten Start als hauptberufliche Kabarettistin, Naturschutzanwältin Katharina Lins von ihren Grenzerfahrungen zwischen Natur- und Klimaschutz und Clownfrau Elke Maria Riedmann davon, dass sie als Mitglied der „Clowns ohne Grenzen“ sogar in Flüchtlingslagern gespielt habe.

Hallo Sommerkirche

Übrigens, der W'ortwechsel in St. Arbogast lief heuer auch unter der Flagge der „Sommerkirche“. Das Ziel der Sommerkirche deckt sich nämlich in vielen Dingen mit dem des W'ortwechsels: Es geht darum, Kirche anders erfahrbar werden zu lassen. Und es geht um Kontakt, Kontakt zu und mit Menschen: Bei Alp- und Bergmessen, mit der PopUpChurch, mit Selfie-Aktionen oder eben auch mit einem W'ortwechsel. Der ist für heuer gelaufen. Die Sommerkirche aber hat gerade erst so richtig an Fahrt aufgenommen.

Mehr auf www.sommerkirche.at

(aus dem Vorarlberger KirchenBlatt Nr. 25 vom 24. Juni 2021)

W‘ortwechsel-Open-Air: Wenn Corona Hausbesuche unmöglich macht, dann weichen die W‘ortwechsler/innen eben unter den freien Himmel aus.
Clownfrau Elke Maria Riedmann erzählte davon, dass sie als Mitglied der „Clowns ohne Grenzen“ sogar in Flüchtlingslagern gespielt habe.
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KirchenBlatt Redaktion aus Vorarlberg | KirchenBlatt

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