Interreg-Projekt zum Magdalenenaltar
Digitale Reise ins Mittelalter
- Der Magdalenenaltar von St. Korbinian in Thal zählt zu den herausragenden sakralen Kunstschätzen Osttirols.
- Foto: Peter Leitner
- hochgeladen von Walter Hölbling
Jahrhundertealte Pilgertraditionen und wertvolle Kirchenschätze gehören zur kulturellen DNA Osttirols. Mit dem bereits 2018 eingeweihten Bergpilgerweg "Hoch und Heilig" wurde dieses Erbe erlebbar gemacht: In neun Etappen führt der Weg von Lavant bis nach Heiligenblut und verbindet eindrucksvoll Natur, Spiritualität und Geschichte.
Im Rahmen eines aktuellen Projekts wurde nun die erste Etappe von Lavant nach St. Korbinian um einen besonderen Erlebnispunkt erweitert. Mit dem animierten Kurzfilm „Maria Magdalena – Ein Altar wird lebendig" wird Geschichte auf innovative Weise zugänglich gemacht.
Herausragender Sakralbau
Die Kirche St. Korbinian bildet nicht nur den Endpunkt der ersten Etappe, sondern zählt auch zu den herausragendsten mittelalterlichen Sakralbauten Osttirols. Der spätmittelalterliche Bau beherbergt gleich drei gotische Flügelaltäre von höchster kunsthistorischer Qualität. Da die Kirche nur nach Voranmeldung zugänglich ist und ihre kostbaren Kunstwerke durch einen Glasvorraum geschützt sind, eröffnet der neue digitale Zugang eine besondere Möglichkeit: Pilgerinnen und Pilger sowie Interessierte können den Kurzfilm direkt vor Ort über ihr Smartphone abrufen und so in die bewegte Geschichte des Altars sowie der Figur der Maria Magdalena eintauchen.
Die erste Etappe des Pilgerwegs eignet sich hervorragend für Hobbywanderer und Familien. Sie verbindet landschaftliche Schönheit mit kulturellem Tiefgang und bietet einen eindrucksvollen Einblick in die Blütezeit des späten Mittelalters. Mit der neuen Erlebnisstation wird ein weiterer Schritt gesetzt, um Osttirols religiöses und kulturelles Erbe zeitgemäß zu vermitteln und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Autor:Walter Hölbling aus Tirol | TIROLER Sonntag |
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