Das Freiwillige Soziales Jahr
Ein Jahr, das Orientierung gibt

Sidney Aloys (Mitte) beim Schnitzel panieren in der 
Wirkstatt Dreiheiligen des slw Innsbruck.   | Foto: Hölbling
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    Wirkstatt Dreiheiligen des slw Innsbruck.
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Der Innsbrucker Sidney Aloys hat ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Wirkstatt Dreiheiligen, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung des slw Innsbruck, absolviert. Eine Zeit, die ihn geprägt und ihm sogar bei der Berufsentscheidung geholfen hat.

Am Anfang stand ein Fragezeichen. Sidney Aloys, ein 24-jähriger Mann aus Innsbruck, stand vor der Frage, welchen Berufsweg er einschlagen soll. Es war dann ein Beratungskurs des Arbeitsmarktservice, das den entscheidenden Impuls gab. „Ein Berater hat gemeint, dass ich ganz gut für ein soziales Arbeitsfeld geeignet wäre“, erzählt Sidney. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)berufliche Erfahrung im Sozialbereich zu sammeln.

Vielfältige Aufgaben

Nach einem Bewerbungsgespräch beim FSJ wurden Sidney mehrere soziale Einrichtungen vorgeschlagen, entscheiden hat er sich für die „Wirkstatt Dreiheiligen“ des slw Innsbruck. In dieser Tageseinrichtung können erwachsene Menschen mit Behinderung Arbeiten verrichten, gemeinsam essen und einander begegnen. „Zu meinen Aufgaben zählen das Zubereiten und Ausgeben von Essen, das gemeinsame Spielen mit Klient:innen oder auch die Unterstützung bei ihren Tätigkeiten“, erzählt Sidney.

Berufsorientierung

„Am Anfang war die Arbeit für mich ungewohnt, da ich noch nie im Sozialbereich gearbeitet habe“, erinnert sich Sidney. Aber im Lauf der Wochen ist er immer mehr hineingewachsen. Am Ende gefällt es ihm dann so gut, dass er sich einen Beruf im Sozialbereich vorstellen kann. „Die Arbeit im slw hat mir geholfen, meinen Beruf zu finden“, erzählt er. Im Herbst will er eine Ausbildung an der Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) in Innsbruck beginnen.“ Die Arbeit mit dem Menschen im slw hat seinen Horizont erweitert: Die Menschen, mit denen er gearbeitet habe, seien in der Gesellschaft kaum sichtbar. „Diese Menschen zu erleben und ihre jeweiligen Stärken zu entdecken, haben mir einen neuen Blick auf das Leben von Menschen mit Behinderung gegeben“, so Sidney. Und auch einen neuen Blick auf sein eigenes Leben. „Wer nicht weiß, was er beruflich machen will, dem kann ich das Freiwillige Soziale Jahr sehr empfehlen“, meint Sidney. Dieser Empfehlung folgen derzeit 830 junge Menschen in ganz Österreich, die 2025 ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren.

Walter Hölbling

Autor:

TIROLER Sonntag Redaktion aus Tirol | TIROLER Sonntag

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