Stiftung Scheuchenstuel feiert 150-Jahr-Jubiläum
Bildung möglich machen
- Die Kindervilla Kravogel.
- Foto: Stiftung Scheuchenstuel
- hochgeladen von TIROLER Sonntag Redaktion
Wer im hintersten Talwinkel wohnt, hat oft kaum Chancen, Gymnasien mit spezifischen Bildungsschwerpunkten in Innsbruck zu besuchen. Genau das macht die Stiftung Scheuchenstuel möglich.Aus dem Gemeinschaftsraum dringen Harfenklänge. Schülerinnen eines Musikgymnasiums musizieren. Ohne Mädchenheim wäre das nicht möglich, denn sie wohnen weit von Innsbruck entfernt. „Wir nehmen Mädchen aus Ortschaften auf, in denen sie bestimmte Ausbildungsmöglichkeiten nicht haben“, erklärt der Geschäftsführer der Stiftung, Peter Schumacher.
Selbstbewusst und sozial
Für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen und junge Menschen auf ihrem Weg zu selbstbewussten Leben mit sozialer Verantwortung zu begleiten, so lasse sich der Stiftungszweck zusammenfassen, sagt Schumacher. Und das auf dem Hintergrund eines christich geprägten Menschenbildes. Nicht zufällig hat der jeweilige Dompfarrer den Vorsitz des sechsköpfigen Vorstandes inne. 1994 hat die Stiftung die Kindervilla Kravogl von der Caritas übernommen. Hier werden Kinder von 1 bis 10 Jahren in Krippe, Kindergarten und Hort begleitet. Auch dort gilt das Anliegen, Kindern Gemeinschaft zu bieten und Eltern die Vereinbarung von Beruf und Familie zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht hauptsächlich aus Pachteinnahmen wie zum Beispiel dem „Europahaus“, das auf einem Grundstück der Stiftung errichtet wurde.
Von der Beamtengattin zur Sozialpionierin
Die „Karriere“ von Josefine Scheuchenstuel (1811–1887) war vorgezeichnet: Als Frau des Präsidenten des Landesgerichts wurde von ihr erwartet, eine repräsentative Beamtengattin abzugeben. Aber ihre ausgeprägte soziale Ader behielt die Oberhand: Josefine gründete ein Mädchen- und Waisenheim in Innsbruck und sicherte dessen Zukunft durch die Gründung einer Stiftung ab, deren Zweck es war, den Mädchen eine Bildung, „vornehmlich als Dienstboten“, zukommen zu lassen. 150 Jahre später wird die Stiftung ihrem Gründungsgedanken unverändert gerecht: Jungen Menschen den Weg in ein selbstbstimmtes Leben zu ermöglichen.
www.scheuchenstuel.at
Die „Karriere“ von Josefine Scheuchenstuel (1811–1887) war vorgezeichnet: Als Frau des Präsidenten des Landesgerichts wurde von ihr erwartet, eine repräsentative Beamtengattin abzugeben. Aber ihre ausgeprägte soziale Ader behielt die Oberhand: Josefine gründete ein Mädchen- und Waisenheim in Innsbruck und sicherte dessen Zukunft durch die Gründung einer Stiftung ab, deren Zweck es war, den Mädchen eine Bildung, „vornehmlich als Dienstboten“, zukommen zu lassen. 150 Jahre später wird die Stiftung ihrem Gründungsgedanken unverändert gerecht: Jungen Menschen den Weg in ein selbstbstimmtes Leben zu ermöglichen.
Autor:Walter Hölbling aus Tirol | TIROLER Sonntag |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.