DENK_MAL
Was ich alles nicht brauche
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Manchmal lässt es sich nicht vermeiden und ich muss aus meinem Vorstadtidyll in das so genannte urbane Zentrum fahren. So geschehen vor Kurzem, als ich meine Kinder zu der Geburtstagsparty brachte. In der Zwischenzeit machte ich mich daran, zu besorgen, was eine vierköpfige Familie braucht, um über das Wochenende zu kommen, eingedenk des einen oder anderen Überraschungsbesuchs: Fleisch, Obst, Brot, diverse Getränke usw. Also kaufte ich in einem Supermarkt, und musste dazu in ein Kaufhaus, was sage ich, in eine dieser Shopping Malls, einen Konsumtempel gehen. Überall blinkte und schallte es nervenaufreibend, wurden Rabatte wie Prophezeiungen ausgerufen und Empfehlungen gegeben, als machten neue Kleider einen besseren Menschen aus mir, schaffte es ein modernes Fernsehgerät die Weltkatastrophen schöner darzustellen, oder wäre ein überteuertes Parfüm von irgendeinem Celebrity die Garantie für Liebe und Glück. – Es ist kein Geheimnis, dass ich weder solche Orte noch das, wofür sie stehen – Gier auf beiden Seiten der Kassa – mag. Und gerne erinnere ich mich dabei an den Satz von Bischof Reinhold Stecher: „Wie froh bin ich, beim Gang durch die Stadt und vorbei an den Geschäften zu sehen, was ich alles nicht brauche.“
MARTIN KOLOZS
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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