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Von Blut und von Öl
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Eine katholische Altenpflegerin von den Philippinen war das erste Opfer des iranischen Raketen-Angriffs auf Israel. Die 32-jährige Mary Ann Velasquez de Vera wurde von Explosiv-Splittern lebensgefährlich verletzt, als sie ihre Pflegeperson beim Raketenalarm in Tel Aviv zu einem Schutzbunker begleitete, diesen aber wegen deren Gehbehinderung nicht mehr erreichte; beide starben. Das wurde aus dem Patriarchatsvikariat für Migranten in Jerusalem bekannt. Velasquez, die seit 2019 in Israel arbeitete, war seither in der katholischen Gemeinde von Tel Aviv-Süd aktiv. Ihr Mann arbeitet ebenfalls in Israel.
Es sei ein beklagenswerter Kollateralschaden der Nahost-Konfrontationen, der erneut eine christliche Hilfskraft aus Südasien treffe, sagte Benediktiner-Abt Nikodemus Schnabel, der früher etliche Jahre das Migrantenvikariat des Lateinischen Patriarchats leitete und die Tote persönlich kannte. Bereits beim Zwölftagekrieg im Juni 2025 habe ein katholischer Gastarbeiter zu den ersten Opfern der Raketenangriffe gehört. Im ganzen Nahen bzw. Mittleren Osten sind ungezählte Gastarbeiter unter gleichsam sklavenähnlichen Verhältnissen tätig.
Eine Delegation der Komturei Eisenstadt besuchte am 24. Februar den Diözesanbischof von Eisenstadt, Ägidius J. Zsifkovics. Die Damen und Ritter des Ritterordens vom Hl. Grab zu Jerusalem übergaben dem Bischof mehrere Kanister mit Olivenöl aus dem Hl. Land. Das Öl wird in der Chrisammesse im Martinsdom am Mittwoch, den 1. April, um 15 Uhr geweiht. Als Chrisamöl, Katechumenenöl und Krankenöl wird es für Salbungsrituale in der katholischen Kirche verwendet – bei Taufen, Firmungen, Priester- und Bischofsweihen sowie bei der Salbung der Kranken. Chrisamöl kommt auch bei Kirch- und Altarweihen zum Einsatz, auch bei der Weihe von Glocken findet es Verwendung.
In Österreich haben sich 645 Damen und Ritter diesem einzigen und einzigartigen Laienorden der katholischen Kirche angeschlossen. Im vergangenen Jahr hat der Ritterorden vom Hl. Grab zu Jerusalem 770.000 Euro ins Hl. Land gebracht. Diese Mittel stammen teils im Sinne einer Selbstbesteuerung von den Mitgliedern selbst, zum Teil werden sie durch externe Spenden und den Verkauf von Waren aus dem Hl. Land (Olivenöl, Datteln, Olivenholzschnitzereien etc.) aufgebracht.
Der Gottesdienst findet Mittwoch, den 1. April, um 15 Uhr unter der Leitung von Bischof Ägidius statt. Traditionell werden zahlreiche Priester und Diakone an dieser Messe mit ihren nur einmal im Jahr begangenen Riten der Ölweihe teilnehmen. Sie werden die neugeweihten Heiligen Öle für die Spendung der Sakramente in ihre Pfarren mitnehmen. – Dieser Ausgabe liegt ein Zahlschein für das Hl. Land bei. Ich selber werde ihn gern benützen.
Franz Josef Rupprecht
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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