DENK_MAL
Praxis-Erfahrungen
- hochgeladen von martinus Redaktion
In der Urlaubszeit helfe ich in der Arztpraxis meines Mannes aus. Ich erlebe Patienten und deren Angehörige am Telefon, notiere Anliegen und wechsle ein paar Worte am Empfang. Die meisten Menschen, die in eine Ordination kommen, sind angespannt. Mit Krankheit konfrontiert zu sein, wird selten von angenehmen Gefühlen begleitet. Ich kenne auch die Pensionistinnen, für die der regelmäßige Besuch in der Praxis vertraute, fast lieb gewonnene Alltagsroutine geworden ist. Und dann gibt es diese Typen, die ohne zu grüßen fordernd ihre E-Card und eine Liste von Medikamenten über die Empfangstheke schieben. Sie scheinen die Person, deren Dienstleistung sie erwarten, gar nicht richtig wahrzunehmen. Ich verstehe, dass das die Ordinationsassistentinnen dann kränkt. Auch sie haben ein Recht darauf, mit dem Respekt und der Freundlichkeit behandelt zu werden, die man sich von ihnen erwartet. Das erhöht die gute Stimmung in einer Ordination enorm und tut allen gut. Diese Erfahrung lässt sich auch auf andere Dienstleistungen und Amtswege umlegen. Ein Lächeln, ein Bitte, ein Danke lässt so manche Anspannung weichen.
Regina Petrik
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.