DENK_MAL
Der schmale Weg (Mt 7,13-14)
- hochgeladen von martinus Redaktion
Ich habe einen Freund, der es liebt, mich wegen meines Glaubens aufzuziehen. Häufig schickt er mir Zeitungsberichte über Missbrauchsfälle, Verflechtungen der römischkatholischen Kirche in den Nationalsozialismus oder über ihre Verbrechen durch die Menschheitsgeschichte. Immer mit dem Vorwurf verbunden: „Warum trittst du nicht aus? Warum glaubst du an diesen Sch**ß?“ – Ich gebe zu, dass es mir angesichts der zahllosen Verfehlungen, die (vermeintlich) Gläubige im Laufe der Zeit unter dem Schutz der Kirche bzw. im Namen Gottes zu verantworten haben, schwer fällt, meinem Glauben an das Gute im Menschen und an die Liebe Gottes zu behalten. Aber ich kämpfe, denn letztlich bin ich davon überzeugt, dass die an sich gute Nachricht nicht schlecht dadurch wird, weil sie falsch dargestellt bzw. angewandt wird. – Als Gläubige ist es unsere Aufgabe, nach dem Kern zu suchen; dieser liegt in Jesus, ist Christus, der uns Liebe lehrt, nichts anderes. Die wahre Kirche zeigt uns einen Weg, diesen Glaubensgrundsatz zu leben. Es ist aber kein einfacher Weg, und ich bin darauf schon öfter gestrauchelt als aufrecht gegangen. Aber der Weg in der Nachfolge Christi lohnt sich, weil er die Welt besser macht.
Martin Kolozs
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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