ÜBER_BLICK
Werden wie die Botschaft
- Papst Leo XIV.
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Mit einem eindringlichen Appell zur Erneuerung der katholischen Kirche hat Papst Leo XIV. das zweite außerordentliche Konsistorium seiner Amtszeit beendet.
Vor rund 170 Kardinälen aus aller Welt stellte der Papst einen Satz in den Mittelpunkt seiner Abschlussrede: „Die Kirche muss immer mehr so werden wie die Botschaft, die sie verkündet.“ Nur eine Kirche, die selbst glaubwürdig nach dem Evangelium lebe, könne den Krisen der Gegenwart wirksam begegnen, betonte der Papst. Erst auf dieser Grundlage könnten auch notwendige Strukturreformen Früchte tragen. In einer von Polarisierung geprägten Welt werde zudem die Art und Weise, wie man in der Kirche miteinander spreche und Entscheidungen treffe, selbst Teil ihrer Verkündigung. Schwerpunkt des zweitägigen Kardinalstreffens war die Synodalität. Konsistorien seien „kein Parlament und kein Kongress“, in dem sich Meinungen oder Interessen durchsetzten, sondern Ausdruck gemeinsamer Verantwortung für den Auftrag der Kirche. Für 2027 kündigte der Papst ein weiteres außerordentliches Konsistorium an.
SINNKRISE UND KI
Die Beratungen der Kardinäle waren von einer kritischen Analyse der Gegenwart geprägt. Genannt wurden gesellschaftliche Polarisierung, ein wachsendes Sinnvakuum, Individualismus sowie die Herausforderungen durch künstliche Intelligenz. Dem setzten die Kardinäle die Vision einer erneuerten Kirche entgegen, die Gemeinschaft stiftet, Hoffnung vermittelt und den Menschen Orientierung gibt.
Mit Blick auf die zahlreichen Kriege erklärte Leo XIV., Gewalt sei mehr als ein Konflikt zwischen Staaten. Sie entspringe einer Kultur der Macht. Dem müsse die Kirche eine „Kultur des Dialogs und der Gewaltfreiheit“ entgegensetzen. Christen seien aufgerufen, die Spirale von Hass und Vergeltung zu durchbrechen und zum Gemeinwohl beizutragen.
KATHPRESS/AME
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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