ÜBER_BLICK
Sozialhilfereform: Caritas für neue Verhandlungen
- Caritaspräsidentin Nora Tödtling-Musenbichler.
- Foto: Paul Wuthe/Kathpress
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„Dieser Entwurf darf so keinesfalls in Kraft treten“, sagt Caritas-Österreich-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichlerzur geplanten Reform der Sozialhilfe.
Die geplante Sozialhilfereform droht nach Einschätzung der Caritas vor allem Kinder und armutsbetroffene Familien zusätzlich zu belasten. Caritaspräsidentin Nora Tödtling-Musenbichler hat die Bundesregierung und die Länder aufgefordert, den Gesetzesentwurf im parlamentarischen Begutachtungsverfahren grundlegend nachzubessern: „Dieser Entwurf darf so keinesfalls in Kraft treten.“
Die im Regierungsprogramm angekündigte Halbierung der Kinderarmut stehe im Widerspruch zu den geplanten Regelungen, die Tödtling-Musenbichler als „eine bittere Enttäuschung“ bezeichnete; ferner gebe es nicht genug Integrations- und Qualifizierungsangebote, um die Anforderungen zu erfüllen.
GRÖSSTE GRUPPE SIND KINDER
„Die größte Gruppe in der Sozialhilfe sind Kinder. Wenn man sich bei den Kinderzuschlägen an den untersten Standards orientiert und einen Wettbewerb nach unten anheizt, befeuert man ganz gezielt Kinderarmut“, betonte Tödtling-Musenbichler. Die Caritaspräsidentin kritisierte den vorgesehenen Korridor für Kinderrichtsätze, der sich an den bisher niedrigsten Sätzen aus Niederösterreich und Oberösterreich richtet.
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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