EIN_BLICK
Politische Ansagen, menschliche Nähe
- Papst Leo XIV. trifft Menschen mit Behinderungen, die von katholischen Hilfswerken betreut werden, am 6. Juni 2026 in Madrid.
- Foto: Romano Siciliani/KNA
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Papst Leo reiste eine Woche lang durch Spanien. Neben berührenden Begegnungen standen pointierte Reden auf dem Programm.
Am Freitag, 12. Juni, kehrt Papst Leo XIV. wieder in den Vatikan zurück. 7.000 Kilometer hat er in sieben Tagen zurückgelegt, 22 Ansprachen gehalten – darunter vor dem Königshaus und vor dem Parlament – und hunderttausende Menschen zumindest von Ferne gesehen, die ihn treffen wollten. Madrid und Barcelona besuchte er genauso wie Gran Canaria und Teneriffa. Hauptthemen der Reise waren, wenig überraschend und dennoch dringlich: Migration und Menschenrechte, Kirche und Kultur.
BEI KÖNIGSFAMILIE UND OBDACHLOSEN
Das spanische Königspaar Felipe VI. und Letizia empfing Papst Leo nach seiner Ankunft Samstagmittag im königlichen Palast in der Hauptstadt Madrid. Sie zählen zu den wenigen katholischen Monarchen weltweit. Wie bei allen offiziellen Papst-Besuchen üblich, wandte sich Leo XIV. danach in einer Ansprache an Vertreter:innen aus Politik, Diplomatie und Zivilgesellschaft. Danach besuchte er eine Obdachloseneinrichtung der Caritas und hielt ein großes und stimmungsvolles Abendgebet mit Jugendlichen auf der Plaza de Lima.
HOLLYWOOD- UND ANDERE PROMINENZ
Am Sonntag gab es einen Freiluft-Gottesdienst mit Fronleichnamsprozession. Anders als in Österreich wird Fronleichnam in Spanien sonntags begangen. Es folgte ein Treffen mit Angehörigen des Augustinerordens, den Leo XIV. früher leitete. Außerdem kam Leo XIV. in einer Sporthalle mit Vertretern aus Kultur, Kunst, Wirtschaft und Sport zusammen, unter anderem mit dem spanischen Hollywood-Star Antonio Banderas.
- Tänzerinnen während eines Treffens von Papst Leo XIV. mit Personen aus Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport in der Movistar Arena in Madrid.
- Foto: Romano Siciliani/KNA
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REDE IM PARLAMENT
Der Montag stand noch einmal im Zeichen von Politik und Diplomatie. Zunächst begegnete der Papst mit dem sozialistischen Regierungschef Pedro Sánchez zusammen, allerdings nicht – wie üblich – an dessen Regierungssitz, sondern in der Vatikanbotschaft in Madrid. Danach folgte die Begegnung mit Abgeordneten im spanischen Parlament.
ZUR SAGRADA FAMILIA NACH BARCELONA
Am Dienstag reiste der Papst in die zweitgrößte Stadt des Landes weiter: nach Barcelona. Am Mittwoch stand ein Gefängnisbesuch auf dem Programm sowie eine Gedenkmesse zum 100. Todestag des Sag-rada-Familia-Architekten Antoni Gaudí und die Einweihung des 172,5 Meter hohen Christus-Turms der Basilika Sagrada Familia.
MIGRATION AUF DEN KANARISCHEN INSELN
Leo XIV. besucht gegen Ende der Reise die unter besonders hohem Migrationsdruck stehenden Kanarischen Inseln vor der Küste Afrikas. Dies sorgte bereits im Vorfeld der Reise für Konflikte zwischen Kirche und Vertretern der rechtspopulistischen Vox-Partei, die sich gegen Einwanderung ausspricht. Dennoch gibt es auf Gran Canaria Treffen mit Flüchtlingshelfer:innen und Kirchenvertretern der Insel. Am letzten Reisetag spricht Papst Leo auf Teneriffa mit Migrant:innen und mit Menschen, die sich für deren Integration einsetzen, bevor er am Abend nach Rom zurückfliegt.
Autor:martinus Redaktion aus Burgenland | martinus |
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