Soziales
Die "Dominsel" hilft gestressten Seelen

Sr. Eveline Bettstein bei einem Gespräch. | Foto: Maria Hollunder
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Ein Kuratorium unter der Leitung von Bischofsvikar P. Lorenz Voith CSsR begleitet das ehrenamtliche Team der „Dominsel“ künftig. Doch worum handelt es sich bei der Einrichtung eigentlich?

Nora Demattio

In der pastoralen Einrichtung am Eisenstädter Domplatz stehen kompetente Seelsorgerinnen und Berater kostenfrei zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. „Wir haben Zeit und Ohr für die Anliegen der Einzelnen“, betont Bischofsvikar Voith. 

Es ist Advent in der Diözese Eisenstadt. In den bunt erleuchteten Straßen und Gassen tummeln sich Menschen allen Alters. Es duftet nach Zimt und Nelken, nach Punsch und Bäckerei. Die Vorfreude auf Weihnachten scheint allgegenwärtig zu sein. Doch wer ein zweites Mal hinsieht, erkennt: Hinter dem Lachen versteckt sich manchmal Trauer, so mancher gebückte Rücken trägt eine versteckte Last, das Schweigen des jungen Mannes ist ein Ruf, angehört zu werden und die gestresste Frau am Telefon möchte eigentlich nur etwas Zeit für sich. Immer wieder gibt es Anlässe und Lebenssituationen, in denen man nach Orientierung, Ruhe oder einem hilfreichen Gespräch sucht. All das und mehr bieten die Seelsorger:innen in der Dominsel – ohne Anmeldung, vertraulich und natürlich unentgeltlich.

Die Seele verschnaufen lassen und innehalten
Wer den Ort und die Menschen der Dominsel kennenlernen oder besuchen möchte, oder einfach bei Tee und Keksen die Seele verschnaufen lassen und innehalten will, hat dazu auch im Rahmen des Adventprogrammes am Freitag, 16. Dezember 2022, von 15 bis 18 Uhr, Zeit. An diesem Tag lädt das Team der Dominsel in ihre Räumlichkeiten im Haus der Diözese, Domplatz 2, zu einer "Tea Time" ein. Nach dem Empfangsbereich bieten ein Raum für Begegnung und Weiterbildung sowie ein Raum zum ungestörten Gespräch – alles barrierefrei und leicht zugänglich – Platz zum gemütlichen Teetrinken, Zusammensein oder Zurückziehen.

Vernetzt und offen für alle
"In der Dominsel sind alle willkommen, unabhängig von Religion, Herkunft, Alter, Geschlecht", so Schwester Eveline Bettstein. "Man kann zu uns kommen, gemütlich Tee oder Kaffe trinken, man kann reden, seine Probleme teilen, Rat oder Hilfestellung erhalten. Die Dominsel ist ein Ort der Begegnung. Sie ist ein Ort, an dem man sich öffnen kann, ohne Angst zu haben, dass etwas nach draußen dringt. Sie ist ein Ort, an dem das Herz wieder leicht wird und man seine Last zurücklassen kann", betont die Leiterin der Seelsorgeeinrichtung. Die Dominsel ist auch gut vernetzt. So kooperiert sie mit anderen kirchlichen und öffentlichen Beratungsstellen, wie dem "Psychosozialen Dienst" und der Telefonseelsorge und ist Mitglied im Netzwerk "Offene Tür" in Österreich und Deutschland.

Direkt und niederschwellig
Die Dominsel bietet eine Möglichkeit der direkten, persönlichen und niederschwelligen Begegnung von hilfesuchenden Menschen mit dem pastoralen Angebot der Kirche. Ihr Angebot ergänzt in neuer und moderner Form die Gesprächspastoral in den Pfarren und kirchlichen Einrichtungen. Die Verantwortung haben zurzeit die Schwestern der Jüngersuche in Eisenstadt unter der Begleitung von Bischofsvikar Pater Lorenz Voith inne. Mit ihnen arbeiten Seelsorger:innen – Laien, Diakone, Priester und Ordenschristen – unentgeltlich, je nach zeitlichen Möglichkeiten. Die Öffnungszeiten der Dominsel sind Montag und Dienstag von 10 bis 12 Uhr, Mittwoch von 10 bis 15 Uhr, Donnerstag von 13 bis 17 Uhr und Freitag von 12 bis 17 Uhr.

Autor:

Redaktion martinus aus Burgenland | martinus

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