Bestürzung über den Tod Nawalnys

Bei Gedenkveranstaltungen für den verstorbenen Kremlkritiker Alexei Nawalny sind in Russland hunderte Menschen
festgenommen worden. 

 | Foto: Snapshot/Action Press/picturedesk.com
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Die Konferenz Europäischer Rabbiner hat sich nach dem Tod von Alexei Nawalny in russischer Haft warnend geäußert. Dies sei „eine düstere Mahnung an alle Europäer, was für ein Regime nebenan wohnt“, erklärte der Präsident der Konferenz, Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, kürzlich in München. Er sprach von einem „traurigen Tag für alle, die an eine Zukunft des demokratischen Russland geglaubt haben“. Goldschmidt selbst, seit 1993 Oberrabbiner von Moskau, hatte sich wegen seiner Haltung zum russischen Angriffskrieg im Frühjahr 2022 ins Exil begeben.

Der Tod des russischen Oppositionsführers Nawalny wurde am Freitag von der Gefängnisverwaltung mitgeteilt. Aus dem Kreml hieß es, man habe „keine Information über die Todesursache“. Es würden aber alle erforderlichen Untersuchungen durchgeführt. Kreml-Chef Wladimir Putin sei vom Tode seines Widersachers in Kenntnis gesetzt worden. Nawalny starb kurz vor dem Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz, zu der auch seine Frau Julia geladen war. Der 47-Jährige wurde 2021 verhaftet. International wurde der Tod Nawalnys mit Entsetzen und scharfer Kritik am Putin-Regime quittiert.

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martinus Redaktion aus Burgenland | martinus

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